Am 8. September 1966 startete „Star Trek“ im US-Fernsehen – 60 Jahre später zählt die von Gene Roddenberry geschaffene Marke zu den bedeutendsten Entertainment-Franchises der Welt. Aus ursprünglich 79 Episoden entwickelte sich ein Universum aus zahlreichen Serien, Kinofilmen, Games, Comics und einer weltweiten Fan- und Lizenzkultur.
Zum 60. Geburtstag blickt die Tagesschau auf die gesellschaftliche Bedeutung von „Star Trek“ zurück. Schon die ursprüngliche Besatzung der Enterprise verkörperte eine für das Fernsehen der 1960er-Jahre ungewöhnliche Vielfalt. Themen wie gesellschaftliche Gleichberechtigung, technischer Fortschritt und das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen wurden zu zentralen Bestandteilen der IP.
Dabei war der langfristige Erfolg keineswegs absehbar: NBC setzte die Originalserie 1969 nach drei Staffeln und 79 Folgen ab. In Deutschland startete sie 1972 unter dem Titel „Raumschiff Enterprise“ im ZDF.
Fans machten Star Trek zum Franchise
Aus Licensing-Sicht besonders bemerkenswert ist die Rolle der Fans. Kulturwissenschaftlerin Rebecca Haar weist gegenüber der Tagesschau darauf hin, dass sich die Anhänger nach der Absetzung massiv für weitere Inhalte einsetzten. 1979 folgte der erste Kinofilm, später entstanden zahlreiche weitere Filme, Serien, Comics und Videospiele.
Auch für die Entwicklung moderner Fankultur besitzt „Star Trek“ besondere Bedeutung. Haar sieht im Umfeld der Marke einen wichtigen Ursprung jener Fan- und Convention-Kultur, die heute für das Entertainment-Licensing eine zentrale Rolle spielt.
Damit zeigt „Star Trek“ exemplarisch, wie aus einer zunächst kurzlebigen TV-Produktion durch starke Charaktere, eine unverwechselbare Markenwelt und außergewöhnliche Fanbindung eine über Jahrzehnte relevante IP entstehen kann. 60 Jahre nach der ersten Folge ist das Franchise nicht nur Teil der Fernsehgeschichte, sondern auch ein frühes Musterbeispiel für den langfristigen Aufbau eines Entertainment-Universums.
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