Netto baut sein Spielwarenangebot aus und nimmt Spielwaren dauerhaft ins Sortiment auf. Der Schritt fällt in einen Markt, in dem Schreib- und Spielwaren zu den meistgekauften Warengruppen bei Nonfood-Discountern zählen und diese zunehmend als Alternative zum Fachhandel wahrgenommen werden.
Netto baut sein Spielwarenangebot aus und nimmt Spielwaren dauerhaft ins Sortiment auf. Das wurde zunächst von der Lebensmittel Zeitung berichtet und zusätzlich aus Branchenkreisen bestätigt.
Der Schritt fällt in einen Markt, in dem Nonfood-Discounter für viele Konsumentinnen und Konsumenten an Bedeutung gewinnen. Nach einer aktuellen Studie des ECC Köln geben 23 Prozent der Befragten an, heute häufiger bei Nonfood-Discountern einzukaufen als noch vor zwei Jahren. Schreib- und Spielwaren gehören dabei mit 54 Prozent zu den meistgekauften Warengruppen.
Gleichzeitig werden Nonfood-Discounter zunehmend als Alternative zum Fachhandel wahrgenommen. Für Schreib- und Spielwaren sehen 50 Prozent der Käufer diese Händler als teilweisen und weitere 43 Prozent sogar als vollwertigen Ersatz zum Fachhandel.
Auch die Marktentwicklung zeigt zuletzt wieder nach oben. Nach Angaben von Circana, DVSI und BVS soll der deutsche Spielwarenmarkt 2025 um rund vier Prozent wachsen.
Ob Spielwaren im Discount heute mehr Regalfläche erhalten als noch vor einigen Jahren, lässt sich auf Basis der vorliegenden Studien nicht belegen. Konkrete Flächen- oder Sortimentsdaten für Aldi, Lidl, Penny, Netto oder andere Discounter liegen nicht vor.
Die Entscheidung von Netto fällt jedoch in eine Phase, in der sich Sortimentsstrategien im Discount verändern. Aus Branchenkreisen gibt es Hinweise darauf, dass Händler ihr dauerhaft verfügbares Nonfood-Sortiment stärken und die Bedeutung klassischer Aktionsflächen neu bewerten. Eine öffentliche Bestätigung weiterer Handelsunternehmen liegt dazu bislang nicht vor.
Vor diesem Hintergrund erhält die Entscheidung von Netto zusätzliche Bedeutung. Der Discounter setzt nicht auf eine zeitlich begrenzte Aktion, sondern auf ein dauerhaftes Sortiment.
Für Hersteller und Marken entsteht damit ein zusätzlicher Vertriebskanal mit bundesweiter Präsenz.
