Toei Animation Co. Ltds führende Animationsserien GeGeGe no Kitaro und Hakaba Kitaro wurden für das diesjährige Internationale Filmfestival von Locarno ausgewählt, in Anerkennung des gefeierten Animee-Klassikers – Kitaro.
Termin für die Vorführung von GeGeGe no Kitaro ist der 16. August, 11:00 Uhr. Hakaba Kitaro wird am 16. August um 14:00 Uhr gezeigt.
Beide TV-Serien basieren auf den beliebten japanischen Comics von Shigeru Mizuki.
Shigeru Mizuki ist der geistige Vater von Kitaro, der in Japan mittlerweile eine beliebte Nationalikone ist. Die Geschichten von GeGeGe no Kitaro wurden schon fünfmal als Zeichentrickserie für Kinder umgesetzt. Die humanistische Horroranimation Hakaba Kitaro ist die erste filmische Umsetzung und legt den Schwerpunkt auf Shigeru Mizukis philosophische Gedanken über die Freude des Lebens. Die sarkastische Darstellung der menschlichen Natur spricht vor allem das anspruchsvollere Publikum an.
GeGeGe no Kitaro erzählt die Abenteuern von Kitaro, einem Monster (“Yokai”) mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn. Zusammen mit seinen Freunden bekämpft er böse Kreaturen, die die Menschen der Stadt bedrohen. Die spannende neue Serie läuft zurzeit auf Fuji TV und ist die fünfte Umsetzung des Gegege no Kitaro Stoffes. Die erste Serie wurde bereits 1968 produziert, gefolgt von der zweiten Serie 1971, der dritten 1985 und einer vierten 1996. Die Serie erfreut sich in Japan auch heute noch ungebrochener Beliebtheit.
Hakaba Kitaro spielt in den 1950ern. Der Krieg ist vorbei und die Wirtschaft wächst mit unglaublicher Geschwindigkeit. Doch während die Reichen immer reicher werden, leben noch immer viele Menschen in Armut und arbeiten sich krumm für das tägliche Überleben. Dann sind da noch der Ghost Tribe und die Spirit-Monster. Sie leben in ihrer eigenen Welt und existieren schon viel länger als die Menschen. Die fortschreitende Urbanisierung zwingt sie, sich immer tiefer in die Wälder zurück zu ziehen. In diese Welt wird Kitaro geboren – auf einem Friedhof als der Letzte des Ghost-Tribes. Sein unheimlicher Geburtsort beschert ihm den Beinamen „Hakaba (Friedhof) Kitaro“. Zusammen mit seinem Vater Medama Oyaji (Augapfel Vater), beobachtet Kitaro die unstillbare Gier der Menschen vom Standpunkt der spirituellen Welt und von ihrem eigenen. Was ist die Hölle? Was ist Leben? Im Original ist Kitaro eine humorvolle Satire auf den Pathos des menschlichen Egos. Die Serie betont die Freude darüber lebendig zu sein und erläutert die Bedeutung wahrer menschlicher Freude.
Das 61. Internationale Filmfestival von Locarno findet vom 6. bis zum 16. August 2008 in Locarno, in der Schweiz statt. Seit sechzig Jahren kommen interessierte Laien, Fachleute und junge kreative Talente aus der ganzen Welt zusammen, um hier die zeitgenössische Filmkunst zu feiern.
