Mit „Eine Nacht im Moka Efti: Eine Babylon Berlin Story“ wird das Erfolgsformat „Babylon Berlin“ erstmals um ein Videospiel erweitert. Der narrative Titel soll parallel zum Start der fünften Staffel im September 2026 kostenlos über Steam veröffentlicht werden.
Entwickelt wird das Spiel vom Berliner Studio Paintbucket Games. Die Handlung führt Spielerinnen und Spieler in das Berlin der späten Weimarer Republik und erweitert das Serienuniversum um eine eigenständige Geschichte rund um die Gerichtsreporterin Gabriele Miersch. Im Mittelpunkt steht eine geheimnisvolle Nacht im legendären Moka Efti, einem der bekanntesten Schauplätze der Serie.
Transmedia-Strategie stärkt die Marke
Mit dem Videospiel setzt „Babylon Berlin“ auf eine konsequente Erweiterung seiner Markenwelt über das Fernsehen hinaus. Als narratives Rollenspiel mit nichtlinearem Handlungsverlauf richtet sich der Titel sowohl an Fans der Serie als auch an ein neues Gaming-Publikum.
Die Veröffentlichung parallel zum Staffelstart unterstreicht den Trend, erfolgreiche Entertainment-IPs durch interaktive Medien zu verlängern und zusätzliche Berührungspunkte für unterschiedliche Zielgruppen zu schaffen.
Games gewinnen für Medienmarken an Bedeutung
Die Entwicklung wurde vom SWR angekündigt und reiht sich in eine wachsende Zahl öffentlich-rechtlicher Games-Projekte ein. Sender wie Arte fördern bereits seit Jahren Videospiele, während die ARD ihr Engagement zuletzt mit einem eigenen Games-Netzwerk ausgebaut hat.
Für die Lizenzbranche zeigt das Projekt, dass hochwertige Serienmarken zunehmend als transmediale IPs gedacht werden. Neben Streaming, Publishing und Merchandising gewinnen Videospiele als Instrument der Markenverlängerung und Fanbindung weiter an Bedeutung – insbesondere dann, wenn sie das bestehende Universum um neue Geschichten und Perspektiven ergänzen.
