Die Medienrevolution ist erst gestartet und sie ist in Wirklichkeit eine Evolution. Viel wird bereits gesprochen über das veränderte Einkaufsverhalten, über Social Commerce und darüber, dass Markeninhaber, Produkthersteller und Shops ihre virtuellen Auftritte nicht mehr nur SEO- sondern auch GEO-optimiert gestalten müssen. Diese Ansätze haben allesamt eine hohe Berechtigung und doch gehen sie nicht weit genug. In der letzten Konsequenz steht unter dem Strich: Die Zukunft ist datengetrieben.
Je schneller alle Akteure dies verinnerlichen, je schneller Marken, Produkte und der Handel auf diese Anforderungen gestreamlined und entsprechende Infrastrukturen geschaffen werden, umso mehr profitieren am langen Ende alle Beteiligten.
Denn GEO ist nicht das Ende der Fahnenstange. „Generative Engine Optimization“, der Begriff besagt im Wesentlichen, dass Produkte, entsprechende Websites und Shops derart gestaltet sein müssen, dass sie von Large Language Models wie ChatGPT oder Gemini berücksichtigt werden, wenn deren Nutzer eine Anfrage an sie richten. Unter Verbrauchern besteht derzeit ein großes Vertrauen zum KI-System der Wahl. Ehe man viel Zeit auf Recherche in Suchmaschinen oder im stationären Einzelhandel verwendet, befragt man den virtuellen Helfer nach einem passenden Geschenk und ist im selben Moment auch nur wenige Klicks vom Kauf entfernt.
Agentic Commerce: Der KI-Helfer übernimmt den Einkauf
Doch die technische Evolution des Menschen besagt: Was möglich ist, wird auch früher oder später getan. Der nächste Schritt in dieser logischen Kette lautet: Der Mensch muss sich gar nicht mehr um die Einkäufe kümmern. „Agentic Commerce“ lautet das neue Buzzword, das besagt, dass eine künstliche Intelligenz seinen Auftraggeber auch vom letzten Rest Eigenaufwand befreien könnte.
Wird sie nur mit genügend Informationen gefüttert, so kann sie die notwendigen Besorgungen weitestgehend autonom übernehmen. Schließlich ist das meiste im Leben doch planbar: Geburts- und Feiertage wiederholen sich jährlich, ein Lebensmitteleinkauf muss wöchentlich erneuert werden, ein Kind wächst mal schneller mal langsamer aber durchläuft dann doch früher oder später die gängigen Kleidergrößen.
Retail Media: Der Handel agiert datenbasiert
Praktischerweise produziert so gut wie jeder Konsument täglich Daten, die den hauseigenen KI-Einkaufsagenten füttern, wodurch sich sein virtueller Einkaufszettel quasi von selbst schreibt. Es erfolgt das Abgleichen mit dem Angebot und hier kommt ein weiterer Terminus der Stunde zum Zuge. „Retail Media“ beschreibt die auf persönliche Bedürfnisse zugeschnittene Produktwerbung – ob auf digitalen Plattformen oder direkt auf der digitalen oder physischen Handelsfläche.
Ob durch Kundenkarten, Rabattaktionen, Abonnement-Systeme
oder durch das Nutzerverhalten, die Verweildauer, die Klickzahlen – der Handel
kennt „seine Pappenheimer“ ganz genau. Und wenn ein gut informierter Retail auf
einen datengestützten AI-Einkäufer trifft, dann ist das für die Industrie ein
„Match made in Heaven“.
An den Zahlungsdienstleistern soll es nicht liegen. Wie John Muñoz in einem Gastbeitrag im Handelsblatt bemerkt, schaffen Visa, Mastercard und PayPal derzeit allesamt Infrastrukturen um den Commerce Agents einen weitestgehend autonomen Einkauf zu ermöglichen. Auch Shopsysteme wie Shopify oder SAP Commerce ziehen demnach mit.
Doch daraus ergibt sich eine klare Konsequenz: Für Marken reicht es nicht länger, ein kulturell verankertes Renommee aufzubauen. Sie müssen ihren Markenkern auch in klare, nachvollziehbare Daten gießen. Je kleinteiliger und genauer dies gelingt, umso individueller und realitätsnaher ist das digitale Abbild eines physischen Produkts oder eines geistigen Eigentums.
Marken Hub zahlt auf die Entwicklung ein
Diese Herausforderung gilt es in den kommenden Jahren zu meistern. Eine Datensystematik muss gefunden werden und sich kanonisch durchsetzen. Nichts wäre kontraproduktiver als ein Flickenteppich, in dem jeder Anbieter seine eigenen Hierarchien und Logiken anwendet. Ähnlich wie bei der Einführung der Elektromobilität, die gescheitert wäre, wenn jeder Anbieter auf seiner eigenen Infrastruktur beharrt hätte.
Nicht umsonst hat sich BRANDORA bereits vor 25 Jahren mit der Einführung einer vernünftigen Katalogisierung von Spielwaren befasst und dies rasch auf das Thema Marken und Lizenzen erweitert. Mit dem Spielwarenkatalog und später dem Spielwaren Hub und dem Marken Hub hat man den Durchbruch des World Wide Web, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht lange her war, lediglich zu Ende gedacht.
2026 haben wir diese Systematik neu aufgesetzt. Der Marken Hub ist bereits online, hat schon unzählige IPs gelistet und wird sukzessive weiter optimiert. Bereits jetzt wurde das Ziel umgesetzt, über reine „No-Brainer-Daten“ hinaus zu kommen. Stattdessen werden Personas, Anwendungsfälle oder Kaufentscheider ausgewiesen. Ein Bildstil lässt sich ebenso definieren wie diverse Geschenkanlässe. Denn schließlich steht vor der technischen Umsetzung immer zuerst die erdachte Systematik. Hier hat BRANDORA Vorarbeit geleistet. Wir laden Sie ein, die Evolution des Marktes gemeinsam mit uns zu erleben.
