Einfache Bedienbarkeit, Datensicherheit und hervorragender Klang – das waren die Maßgaben, mit denen die Tiny Monster GmbH 2024 den GALAKTO Player auf den Markt gebracht hat. Auf dem Markt für kindgerechte Audioplayer spielt das Produkt mittlerweile ganz vorn mit. Renommierte Lizenzen werden ins Portfolio integriert und in dieser Woche feiern die Berliner ihr 300. veröffentlichtes Token. Gründer und Geschäftsführer Timo Dries spricht mit BRANDORA über das Geheimnis des Erfolgs.
Timo, ihr habt den Markt für kindgerechte Audioplayer 2024 betreten. Was waren die wichtigsten Faktoren, die ihr bei den bisherigen Produkten vermisst habt?
Vor allem Einfachheit und gutes Design. Klingt erstmal dröge, aber nach dem wir in der Familie alles, was es auf dem Markt gab, über Jahre getestet haben, kam ich zu dem Schluss: Das muss doch praktischer gehen – näher am Familienalltag. Vieles wirkt technisch unnötig kompliziert oder optisch wie Spielzeug aus einer anderen Zeit. Uns war wichtig: auspacken, verstehen, loslegen. Gleichzeitig sollte es ein Produkt sein, das sich auch Eltern gerne ins Wohnzimmer stellen.
Bevor du Tiny Monster gegründet hast, warst du ein sehr erfolgreicher Entwickler kindgerechter Apps. Hast du bewusst den Weg von der digitalen in die analoge Welt gesucht?
Ja. Kinder haben heute schon mehr als genug Screens. Wir wollten etwas schaffen, das ohne Bildschirm funktioniert, aber trotzdem modern ist. Physisch, haptisch und direkt. Zudem ist es nach Jahren in der digitalen Welt natürlich toll, endlich mal ein eigenes physisches Produkt in den Händen zu halten, das muss ich ganz ehrlich sagen.
Inwiefern ist das technische Know-how aus deiner vorherigen Karriere in die Entwicklung des GALAKTO Players eingeflossen?
Extrem. Viele Entscheidungen im Produkt kommen direkt aus der Erfahrung, wie Kinder digitale Produkte nutzen – oder eben nicht nutzen. UX, Flow und die Reduktion auf das Wesentliche, das ist alles stark geprägt von unseren Erfahrungen aus der App-Entwicklung.
Bei Tiny Monster ist immer noch eine frische Brise Startup-Luft zu spüren. Stimmt es, dass jeder Mitarbeiter bei euch eine „Wildcard“ frei hat, also einen Wunsch für ein Projekt, das dann als Token umgesetzt wird?
Ja. Mir ist es wichtig, dass alle im Team nah am Produkt und der Content-Strategie dran sind. Auch wenn man das vielleicht von einer Finance-Person erstmal nicht erwarten würde. Ich denke, das macht einen großen Unterschied. Von unserer Art Direktorin kam zum Beispiel der Vorschlag „Wikipedia zum Einschlafen“ umzusetzen. Es wird noch dieses Jahr erscheinen und ist großartig geworden. Der Kollege im Business Development hat sich, seit er bei uns ist, den kleinen Vampir gewünscht. Und auch hier bin ich sehr glücklich, dass das geklappt hat und wir ihn dieses Jahr noch herausbringen.
Obwohl ihr erst relativ kurz am Markt seid, veröffentlicht ihr dieser Tage bereits euer 300. Token. Wie haltet ihr diese Dynamik aufrecht?
Fokus und Geschwindigkeit. Wir haben klare Prozesse und ein starkes Netzwerk an Partnern und Partnerinnen. Und wir entscheiden schnell – das ist wahrscheinlich der wichtigste Unterschied zu größeren Strukturen.
Kannst du in eurem Portfolio einen bestimmten Schwerpunkt benennen?
Wir wollen die beste Mischung aus Musik, Hörspielen und Hörbüchern bieten. Also nicht nur Klassiker, sondern auch neue Inhalte, die Kinder wirklich heute hören wollen. Das Portfolio soll sie durch die gesamte Kindheit begleiten. Sie starten als Babys mit den Naturklängen und Einschlafmelodien, gehen dann weiter mit Hörspielen wie Bibi oder Peppa und wenn sie dann in die Schule kommen, erwarten sie großartige Hörbücher wie Momo, Animox oder die unendliche Geschichte.
Unter den nischigeren Musik-Acts in eurem Programm sind Senta, Nielsen oder Dennis und Owe. Wie entdeckt ihr diese jungen Musiker?
Das ist wahrscheinlich meinem Background geschuldet: Ich habe populäre Musik studiert und bin sehr musikbegeistert. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Künstlerinnen und Künstlern und vor allem in letzter Zeit kommen richtig, tolle und zeitgemäße neue Kinderalben auf den Markt.
Der Klang eures Players hebt sich ganz klar von den Wettbewerbern ab. Was ist das Geheimnis hinter diesem klaren Sound?
Wir haben viel Zeit in die Audioqualität gesteckt – Hardware und Tuning. Am Ende ist es kein Zufall, sondern viele kleine Entscheidungen, die zusammenkommen. Wenn wir mit dem Medium Audio arbeiten, muss es einfach das Ziel sein, einen guten Klang anbieten zu können. Ich höre oft „aber für Kinder ist das doch gut genug!“ – da könnte ich platzen. Kinder haben den besten Sound verdient! Jetzt haben wir schon so viele tolle Musik und Hörspiele, dann sollen sie doch bitte auch so fett Klingen, wie ihre Produktion.
Bei einem jungen Unternehmen drängt sich die Frage nach mittelfristigen Zielen auf. Gibt es avisierte Meilensteine, die du nennen kannst?
Unser Ziel ist klar: möglichst viele Galakto Player in die Familien bringen und das spannendste Content-Portfolio anbieten. In Zukunft soll klar sein: Die beste Kindermusik – gibt‘s bei GALAKTO. Die spannendsten Hörbücher – gibt’s bei bei GALAKTO.
Letzte Frage: Du selbst hast vier Kinder. Welches Token wurde in deinem Haus am häufigsten abgespielt?
Wechselt ständig. Aber alles, was Musik ist und man mitsingen kann, läuft erfahrungsgemäß am meisten. Ein paar Dauerbrenner sind aber natürlich dabei. Das erste DIKKA Album „Oh Yeah!“ läuft noch immer extrem oft. Meine jüngere Tochter schläft seit Monaten jeden Abend zu „MODERNE KLASSIK – Pianosogs für Kinder“ ein und mein ältester Sohn hört beim Zeichnen sehr oft Koboldkroniken, Frostherz und Percy Jackon.
