Der Verein Mehr Zeit für Kinder e.V. hat gemeinsam mit der Fair Toys Organisation e.V. eine bundesweite Befragung zur Spielzeugbeschaffung in Kindertageseinrichtungen durchgeführt. Mehr als 2.000 Kitas wurden eingeladen, an der Umfrage teilzunehmen: 496 Einrichtungen beteiligten sich.
Die Ergebnisse zeigen deutlich: Bei der Auswahl von Spielzeug stehen für Kitas vor allem Langlebigkeit, Materialqualität, Sicherheit und ein hoher pädagogischer Nutzen an erster Stelle. Diese Kriterien gelten als zentrale Grundlage, um Kindern eine sichere und entwicklungsfördernde Umgebung zu bieten. Aspekte wie Nachhaltigkeit und faire Produktionsbedingungen werden von vielen Einrichtungen zwar ebenfalls als wichtig erachtet, finden bislang jedoch nicht durchgängig Berücksichtigung in die Beschaffung.

Antworten auf Frage 1: Welche Kriterien sind Ihnen beim Kauf von Spielzeug besonders wichtig?
Quelle: Mehr Zeit für Kinder e.V.
„Die Ergebnisse signalisieren, dass Kitas sehr verantwortungsbewusst auswählen – ihnen fehlt jedoch oft die Orientierungshilfen, wenn es um nachhaltige und fair produzierte Alternativen geht,“ sagt Steffen Kircher von der Fair Toys Organisation. „Mehr Transparenz seitens der Hersteller und klarere Informationsangebote würden Einrichtungen deutlich dabei unterstützen, Spielzeug noch gezielter nach nachhaltigen Kriterien auszuwählen.“

Antworten auf Frage 5: Worauf achten Sie beim Kauf von Spielzeug in Bezug auf faire Produktionsbedingungen? (z. B. Siegel/Zertifikate)
Quelle: Mehr Zeit für Kinder e.V.
Die Antworten der befragten Kitas deuten zudem darauf hin, dass Siegel und Zertifikate, Herstellungsland sowie Empfehlungen und Erfahrungen ein Indiz für Nachhaltigkeit für die Einrichtungen sind. Allerdings kennen die meisten Einrichtungen keine speziellen Nachhaltigkeitssiegel für Spielwaren. Dieses Problem möchte die Fair Toys Organisation adressieren und arbeitet zum einen daran das eigene Siegel bekannter zu machen. Zum anderen möchte man, gemeinsam mit Mitgliedern und Partnerorganisationen, bessere Orientierungshilfen bereitstellen, damit Kitas künftig verantwortungsvolle und nachhaltigere Beschaffungsentscheidungen treffen können.
