Der Kinderbuch-Markt gilt als kompliziert und muss sich gegen zahlreiche digitale Konkurrenz-Angebote behaupten. Gleichzeitig steckt er voller Opportunitäten und versammelt diverse Always-on-Brands, die sich seit Jahrzehnten frisch halten. Eine neue Studie von iconKids & youth gibt einen bislang noch nicht dagewesenen Überblick.
Und trotz aller Abgesänge auf die Print-Welt bleiben Kinder- und Jugendbücher ein relevanter Wirtschaftsfaktor. Etablierte IPs liefern behaupten sich langfristig und auch die jüngere Vergangenheit zeigte, wie neue Buchreihen zu überraschenden Verkaufsschlagern wurden. Doch was funktioniert und was nicht? Wer trifft eigentlich die Kaufentscheidungen und wo wird gekauft? Und wie verhält sich das ganze für verschiedene Altersgruppen?
Die Studie „Junges Lesen 2026“ liefert nun erstmals eine Analyse, welche die ganze Komplexität des Marktes erfasst und analysiert. Dazu hat iconKids & youth über 1.200 Interviews mit buchkaufenden Eltern und Kindern im Alter von 1 bis 12 Jahren ausgewertet. Für die Studie wurde der Markt in die vier Buchkategorien Bilderbuch, Vorlesebuch, Sachbuch und Belletristik / Literatur für Kinder aufgeteilt. Dazu wurden Zeitschriften und Activity-Produkte gesondert behandelt. Eine weitere Trennung erfolgt zwischen Jungen und Mädchen sowie für die verschiedenen Altersgruppen.
Kaufprozess
Für die Frage, wo Kunden auf neue Produkte aufmerksam wurden, stellt die Studie eine Liste von 27 Touchpoints auf. Sie differenziert dies von der Frage, wo die Produkte letztlich gekauft wurden. Hier ist eine Liste aus 24 Geschäften bzw. Geschäftstypen sowie 31 Online-Shops entstanden. Weitere Fragen richten sich nach Spontanität des Kaufs sowie dem Einfluss des Kindes auf den Kaufprozess.
Produktanforderungen
Die Studie liefert genaue Erkenntnisse darüber, welche Themen bzw. Genres innerhalb einer Kategorie wie oft gekauft werden. Außerdem gibt sie Aufschluss, welche Eigenschaften beim Kauf wichtig und welche kaufentscheidend sind. Eine Rolle spielt dabei natürlich immer auch die Akzeptanz von künstlicher Intelligenz und ihrem Einsatz bei Produkten. Auch Kostenstruktur und Gestaltung des Covers wird in die Analyse einbezogen.
Unterteilung in Eltern-Segmente
„Einzigartig an der Studie Junges Lesen 2026 ist, dass auch die Eltern in ihrer Heterogenität respektiert werden“, sagt Axel Dammler, Geschäftsführer von iconKids & youth.
„Aus Antworten zu Erziehungsstilen, Einstellungen und Werten wurden vier Eltern-Segmente gebildet, die jeweils einen komplett anderen Zugang zu Print-Produkten haben und deswegen unterschiedliche Produkte kaufen, aber auch andere Touch Points und Retailer nutzen.“
Einige konkrete Inhalte in Form einer Grafik sowie ein Interview mit Axel Dammler werden in der kommenden Woche auf BRANDORA veröffentlicht.
