In seiner Not integriert der Kaufhaus-Konzern Galeria vorübergehend einen externen Berater in die Geschäftsführung. Manuel Farrokh soll helfen, das Filialnetz und das Sortiment zu verkleinern. Dabei wird es auch in der Verwaltung zu Stellenabbau kommen. 33 Filialen stehen besonders auf dem Prüfstand.
Nach anhaltenden Schwierigkeiten holt der Warenhausbetreiber Galeria jetzt vorübergehend einen externen Sanierer in die Geschäftsführung. Wie das Handelsblatt berichtet, soll Manuel Farrokh von der Unternehmensberatung Horn & Company eigens ein Team „Transformation Management Office“ aufbauen, um den in Schieflage geratenen Konzern wieder in ruhiges Fahrwasser zu führen.
Konkrete Aufgaben sind dabei:
- Die Verkleinerung des Filialnetzes
- Die Straffung des Sortiments
- Die Untervermietung weiterer Flächen
- Der Ausbau des Kundenprogramms mithilfe von Payback
- Die weitere Reduzierung der Kosten
Den ganz großen Filzstift soll der Unternehmensberater also ansetzen, der bereits in Führungspositionen bei Peek & Cloppenburg Düsseldorf oder Sinn Leffers tätig war. Nicht zuletzt heißt es, dass 100 zusätzliche Stellen in der Verwaltung gestrichen werden sollen. Farrokh gilt als resoluter Erneuerer. Das Handelsblatt zitiert ihn etwa mit der Aussage. „Wer davon ausgeht, dass die Vergangenheit zurückkehrt, wird Schwierigkeiten bekommen“.
Galeria-Geschäftsführer Tilo Hellenbock hat gegenüber dem Handelsblatt eingeräumt, dass die Liquiditätssituation angespannt ist. Das US-Unternehmen Gordon Brothers hat Galeria eine neue Kreditlinie über 160 Millionen Euro gewährt. Bereits seit Monat kursieren Berichte über Mietrückstände bei verschiedenen Galeria-Filialen.
Von den 83 Häusern stehen offenbar 33 auf der Kippe. Man erhofft sich hier weitere Zugeständnisse der Vermieter.
