Galeria führt nach dpa-Informationen Gespräche über einen
neuen Großkredit. Gleichzeitig berichten mehrere Quellen über Mietrückstände
bei einzelnen Standorten. Das Unternehmen betreibt derzeit 83 Warenhäuser und
hatte bereits im März angekündigt, Mietverträge von acht Standorten neu
verhandeln zu wollen.
Galeria steht weiter unter Finanzierungsdruck. Berichten
zufolge führt die Warenhauskette Gespräche über einen neuen Großkredit. Zudem
soll es bei einzelnen Vermietern Zahlungsrückstände bei den Mieten geben.
Demnach sollen April- und Mai-Mieten teilweise nicht gezahlt worden sein. Auch
an einzelnen Standorten werden ausstehende Mietzahlungen für mehrere Monate
berichtet.
Weitere Standorte auf dem Prüfstand
Der Vorgang knüpft an die angespannte Lage der vergangenen
Wochen an. Galeria hatte bereits eingeräumt, Vermieter um Stundungen gebeten zu
haben. Im März teilte das Unternehmen mit, die Mietverträge von acht Standorten
neu verhandeln zu wollen. Schließungen wurden dabei nicht ausgeschlossen.
Betroffen sind Standorte in München, Berlin, Köln, Mannheim, Braunschweig und
Aschaffenburg. Galeria betreibt derzeit 83 Warenhäuser und beschäftigt rund
12.000 Menschen.
Für den deutschen Handel bleibt Galeria ein zentraler Fall
im Warenhaussegment. Die Berichte über Gespräche zu einem Großkredit,
ausstehende Mietzahlungen und mögliche weitere Standortentscheidungen betreffen
nicht nur das Unternehmen selbst, sondern auch Vermieter, Innenstädte,
Lieferanten und Markenpartner.
