Der europäische Dachverband der Spielwarenindustrie, Toy Industries of Europe (TIE) und nationale Spielwarenverbände, darunter der DVSI, weisen seit Jahren auf die zahlreichen gefährlichen, nicht gesetzeskonformen Produkte zu Spottpreisen hin, die auf grenzüberschreitenden Billig-Online-Plattformen angeboten werden. Mehrere Mystery-Shopping-Studien belegen diese Risiken mit eindrucksvollen Zahlen. Diese Plattformern schieben die Verantwortung für Gewährleistung sowie Haftung konsequent auf die jeweiligen Verkäufer ab – die aber oft außerhalb der EU sitzen und somit nicht zu belangen sind.
Zwar hat die EU-Kommission Maßnahmen angekündigt, um die europäische Industrie besser zu schützen. Sie hat auch bereits eine Reihe von Regelungen auf den Weg gebracht wie etwa eine Bearbeitungsgebühr für Kleinsendungen, eine pauschale Zollabgabe und eine Zollreform. Der DVSI begrüßt diese Schritte, ist aber der Meinung, dass sie nicht ausreichen. Das sieht man in anderen europäischen Ländern ganz ähnlich.
In einem Brief an die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordern jetzt 180 Spielwarenunternehmen aus ganz Europa, dass die EU-Kommission die gegenwärtigen Vorbereitungen zum European Product Act nutzt, um solche unlauteren Praktiken und Wettbewerbsverzerrungen effektiv zu bekämpfen.
Was die europäische Spielwarenbranche gemeinsam fordert, sind weder Privilegien noch Unmögliches, sondern eine gesetzliche Basis, die einen fairen Wettbewerb ermöglicht und durchsetzen kann.
