KI und die sogenannten LLMs (Large Language Models) sind längst kein Trend für Tech-Enthusiasten mehr, sondern direkt bei den Verbrauchern angekommen. Laut einer Forsa-Umfrage aus November 2025 nutzen bereits 65 % der Verbraucher KI – Tendenz steigend. Das wird befeuert von den Anbietern wie OpenAI, Google und Microsoft, die ihre intelligenten Helfer ChatGPT, Gemini und Copilot in bestehenden Anwendungen verankern. Währenddessen geht der Website-Traffic zurück, Reichweiten schrumpfen. Und neue Herausforderungen warten auf Marken.
Das beste Weihnachtsgeschenk für das eigene Kind? Das Must-Have im Osternest für den Enkel? Der neueste Trend aus dem Lizenz-Bereich für die Kidults? Wer nach coolen Produkten sucht, kommt an den LLMs nicht mehr vorbei. Konsumenten und Konsumentinnen suchen neben dem Handel und der persönlichen Empfehlung aus dem Umfeld immer häufiger bei ChatGPT und Co. nach Tipps für die besten Spielwaren – und die LLMs antworten. Statt Medienberichterstattung und Influencer-Content geben die KI-Agenten jetzt die Vorschläge für den nächsten Kauf. Verstärkt wird das durch die Einführung von neuen Features wie „Shopping Research“ bei ChatGPT, das gezielt Anwendungsbereiche, Budgets und gewünschte Funktionen abfragt, um den Nutzenden die perfekte Produktempfehlung zu geben.
Wie entscheidet die KI?
Wer seine Content-, PR-, und Website-Strategien jetzt nicht für die LLMs optimiert, verliert an Boden in der Wahrnehmung der Kunden. Das kann fatale Auswirkungen haben. Denn KI ist – wenn es nach den Tech-Giganten geht – gekommen, um zu bleiben.
Doch was zieht die künstliche Intelligenz zur Entscheidungsfindung heran? Die Empfehlungen der LLMs basieren auf einer Kombination aus eigenen und externen Quellen. Eigene Inhalte und Plattformen bieten für Marken ein einfach steuerbares Optimierungspotenzial: Corporate Blogs und Landing Pages machen fast ein Viertel der Zitierungen aus. Auch diese Inhalte sollten auf ihre neuesten Nutzer, die KIs, zugeschnitten sein.
Für die GEO (kurz für Generative Engine Optimization) bedeutet das: Weniger Schlagworte, mehr Inhalte und Erklärungen. Auch FAQs, die auf spezifische Fragestellungen eingehen, sind beliebt bei den LLMs. Die technische Seite und der Aufbau der eigenen Website sollten hier nicht vernachlässigt werden. Beim genauen Optimierungspotenzial helfen dabei spezielle Tools, die Schwachstellen in der Lesbarkeit für LLMs aufdecken und teilweise auch konkrete Handlungsempfehlungen und Textbausteine liefern.
Regionale Unterschiede
Gerade die externen Quellen unterscheiden sich nach Auswertung von Experten auch stark von Land zu Land. Deshalb sollte die Optimierung immer lokal gedacht sein, um Inhalte an den jeweiligen Markt anzupassen. Während im englischen Sprachraum oft Reddit und LinkedIn dominieren, werden in Deutschland meistens Medienquellen verwendet. Diese umfassen neben Tests und Produktvorstellungen auch Artikel in Fachmagazinen.
Grundsätzlich suchen LLMs bei der Auswahl der Quellen nach Medienmarken, die Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Autorität in ihrem Bereich abbilden. Bei der Optimierung für LLMs für die Kommunikation sind diese Faktoren entscheidend. Spezielle GEO-Tools helfen dabei, Potenzial in den relevanten Medien zu identifizieren, um die Kommunikationsstrategie auf diese neuen Herausforderungen auszurichten und so langfristig Sichtbarkeit in den LLMs zu generieren und Kundenanfragen richtig bedienen zu können.
PR und Kommunikationsarbeit wird damit zum entscheidenden Bindeglied zwischen Marken und den KI-Systemen, die künftig maßgeblich über Sichtbarkeit und Relevanz entscheiden.
