Image Image Image Image Image Image Image Image Image Image
Nach oben scrollen

Oben

Zufriedenstellendes Jahr 2020 für Märklin

Zufriedenstellendes Jahr 2020 für Märklin
E. Stemmer

Die Umsatzerwartungen des Göppinger Traditionsunternehmens für 2020 mussten leicht nach unten korrigiert werden, durch die außerordentlich hohe Nachfrage nach Modelleisenbahnen ist die Umsatzsituation auf einem guten Weg und lässt positiv in die Zukunft blicken. Das aktuelle Geschäftsjahr endet bei der Gebr. Märklin & Cie. GmbH am 01. April 2021.

Florian Sieber, Geschäftsführender Gesellschafter von Märklin, zeigt sich trotz der unsicheren Situation durch die Corona Pandemie zufrieden mit den Ergebnissen (aufgrund des noch laufenden Geschäftsjahres sind alle Ergebnisse bisher Prognosen):

„Aufgrund des Lockdowns im vergangenen Frühjahr müssen wir unsere Prognose für den Umsatz des Geschäftsjahres 2019/2020 von rund 117 Mio. Euro auf 112 Mio. Euro korrigieren. Aktuell planen wir für das Geschäftsjahr 2020/2021 leicht über die Umsatzzahlen des Vorjahres von 112 Mio. Euro zu kommen, was aber durch den andauernden Lockdown mit Schließung der Spielwarengeschäfte schwierig zu beurteilen ist. Sehr positiv ist allerdings, dass Märklin Ende Dezember einen um 40% höheren Auftragsbestand in den Büchern hatte als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr, was uns sehr optimistisch ins neue Jahr blicken lässt.“

Florian Sieber, Geschäftsführender Gesellschafter Märklin, Foto: Marijan Murat/dpa

Die Indizien für eine höhere Nachfrage nach Modelleisenbahnen sind vorhanden.

„Viele Märklin Fans haben 2020 auffallend mehr Zeit mit ihrem Hobby verbracht und andere ein neues Hobby für sich entdeckt. Allein die riesige Resonanz bei unserem Serviceteam war überwältigend“,

so Florian Sieber.

„Wir haben unsere Produktionskapazitäten – den Maschinenpark und das Personal – aufgestockt und rechnen damit, bei normalen Bedingungen die erhöhten Aufträge auch in Umsätze überführen zu können. Natürlich ist entscheidend, wie schnell wir die Ware produzieren können und wie sich die Lage beim Handel in unseren Kernmärkten entwickeln wird.“

Mit Ausnahme eines modellbedingten Rückgangs in der Spur 1 lässt sich dieses Auftragswachstum in allen anderen Produktgruppen und Spurweiten beobachten. Zulegen konnte Märklin in Deutschland, insbesondere auch in Benelux und den USA.

Investitionen in 2020 und 2021

Märklin investierte im Jahr 2020 auf gleichbleibend hohem Niveau wie auch schon 2019. Neben dem Kauf einer neuen Druckguss- und einer Spritzgussmaschine für Göppingen wurde auch eine neue CNC-Fräsmaschine für die Ausbildungswerkstatt beschafft. Umfangreiche Investitionen flossen zudem in die IT-Landschaft des Modelleisenbahnherstellers. Es wurde weiter in das neue märklineum investiert und die auf dem Gelände des Stammwerks stehende Dampflokomotive 44 1315 wurde restauriert und überdacht. Das Werk in Ungarn erhielt eine neue Spritzgussmaschine und weitere Farbdruckmaschinen.

Für 2021 sind Investitionen in ähnlicher Größenordnung geplant. Dies gilt für Produktneuheiten, Maschinen und Gebäude. Insbesondere um die gestiegene Nachfrage zu bedienen, wird der Maschinenpark weiter aufgestockt. Im Gebäude des märklineums soll eine Kantine für Mitarbeiter und Gäste des märklineums entstehen.

Neue Mitarbeiter gesucht!

Seit Mitte 2020 hat Märklin in Ungarn die Zahl aller festangestellten Mitarbeiter um 5% erhöht und plant, die Personalkapazitäten im Laufe des Jahres 2021 um weitere 5% zu erhöhen. In Deutschland soll die Anzahl an Mitarbeitern auf Vorjahresniveau gehalten werden. Dies sind derzeit rund 470 Mitarbeiter in Göppingen.

Märklin verbindet Generationen – auch in den sozialen Medien

Die Abstandsregeln machten im Jahr 2020 vieles unmöglich. Die geplante Märklin Roadshow konnte nicht organisiert werden, der Tag der offenen Tür und die vielen nationalen wie auch internationalen Modellbahn-Ausstellungen blieben den Fans verwehrt. Durch die Corona Situation setzt das Märklin Team noch stärker auf digitale Kommunikationskanäle. Zurzeit wird viel Content aufbereitet. Gerade für Einsteiger findet die Ansprache verstärkt auf YouTube, Instagram und Facebook statt, so dass im letzten Jahr zwischen 50%  – 80% Follower-Zuwächse auf den einzelnen Social Media Kanälen erreicht werden konnten.