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Umsatzsteigerung der Simba Dickie Group in 2020

Umsatzsteigerung der Simba Dickie Group in 2020
E. Stemmer

Trotz der vielzähligen und unterschiedlichsten Herausforderungen, die Corona-bedingt für den international agierenden Spielwarenhersteller zu lösen waren, konnte die Simba Dickie Group den konsolidierten Gesamtumsatz 2020 um 1,8% auf realisierte 715,0 Mio. Euro steigern, wie Manfred Duschl, Florian Sieber und Uwe Weiler auf der gestrigen digitalen Pressekonferenz bekannt gaben.. Im Jahr 2019 betrug der konsolidierte Gesamtumsatz 702,3 Mio. Euro.

„Ein Grund für diese erfreuliche Entwicklung“,

so erläutert Manfred Duschl,

„war insbesondere, dass mit der Simba Gruppe und der Dickie Gruppe zwei Säulengesellschaften den konsolidierten Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr halten bzw. durch ein verstärktes USA-Geschäft sogar ausbauen konnten.“

Manfred Duschl, CFO, Simba Dickie Group

Umsatzsteigerung in Deutschland, USA und weiteren europäischen Ländern

Im Kernmarkt Deutschland, in den USA sowie in weiteren wichtigen Märkten in Europa konnten die Umsätze gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Durch die in den einzelnen Ländern unterschiedlich ausgeprägten Lockdowns hat sich eine Verschiebung hin zum ECommerce in ganz Europa deutlich gezeigt. Darüber hinaus kam es aufgrund einer veränderten Risikobereitschaft zu einem geänderten Bestellverhalten bei einigen Kunden. Dies führte zu einer Verlagerung von Direktimporten aus Hong Kong hin zu nationalen Geschäften.“

Simba, Dickie & Smoby

Die Simba Gruppe, zu der auch BIG zählt, hat den konsolidierten Gesamtumsatz 2020 mit 198,0 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr mit 199,0 Mio. Euro in etwa halten können.

Durch ein verstärktes USGeschäft konnte die Dickie Group mit Jada den konsolidierten Gesamtumsatz von 194,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 203,4 Mio. Euro um 4,5% deutlich steigern. Erfreut zeigte sich Florian Sieber mit der Entscheidung, bei Dickie Toys auf klassische Lizenzen zu setzen, da bekannte Marken sich in 2020 besser verkauften, neue Lizenzen es dagegen schwer hatten, sich im Markt durchzusetzen.

Die Smoby Gruppe war durch den Lockdown mit einer Schließung der Produktionsstätten in Frankreich über mehrere Wochen stärker betroffen als andere Gesellschaften der Gruppe. Aus diesem Grund ging der konsolidierte Gesamtumsatz der Smoby Gruppe von 101,3 Mio. Euro auf 95,7 Mio. Euro im Jahr 2020 zurück.

Weitere ausländische Tochtergesellschaften

Einige Länder Europas wie Spanien oder Polen, aber auch Länder außerhalb Europas, in denen die Simba Dickie Group mit eigenen Gesellschaften vertreten ist wie Südafrika, Indien oder Middle East waren durch die Pandemie 2020 weitaus stärker betroffen als andere Länder. In den genannten Ländern blieben die Umsätze zum Teil weit hinter dem Vorjahr zurück. Das hat dazu geführt, dass der konsolidierte Umsatz bei den ausländischen Tochtergesellschaften insgesamt von 207,3 Mio. Euro im Vorjahr auf jetzt 195,0 Mio. Euro zurückging.

Investitionen in 2020

Das Gesamtinvestitionsvolumen der Simba Dickie Group belief sich im Jahr 2020 auf rund 55,0 Mio. Euro. Wie im Vorjahr entfielen aus dem Gesamtinvestitionsvolumen ca. 15,0 Mio. Euro auf Investitionen in Werkzeuge für neue Produkte und ca. 5,0 Mio. auf Investitionen in neue Maschinen und maschinelle Einrichtungen. Hier ist allen voran die Fertigstellung der Investition in eine komplett neue und nahezu vollautomatische Bobby Car Montageeinrichtung am Produktionsstandort von BIG in Burghaslach/ Gleißenberg im Gesamtwert von 1,5 Mio. Euro zu erwähnen. Die Investitionen in eine vollautomatische Sortier- und Verpackungsanlage für Holzartikel am Produktionsstandort von Eichhorn in Lam im Bayerischen Wald betrugen 1,0 Mio. Euro. Hinzu kamen Investitionen in neue Kunststoffspritztechnologien an den Produktionsstandorten von Smoby Toys in Frankreich und BIG in Gleißenberg.

BIG Werk Gleißenberg

Weitere Investitionen und Maßnahmen in 2020

Die Fertigstellung des vollautomatischen Hochregallagers mit 13.200 zusätzlichen Palettenplätzen sowie die Erweiterung des automatischen Kleinteilelagers um das Dreifache am Logistikstandort der Simba Dickie Group in Sonneberg/Thüringen. Die Fertigstellung des automatischen Kleinteilelagers erfolgte Mitte 2020. Das vollautomatische Hochregallager in Sonneberg konnte im Januar 2021 in Betrieb genommen werden.

Die SAP-Anbindung der Tochtergesellschaften Corolle in Frankreich und Simba Toys in Indien sowie die Inbetriebnahme der neuen umfassenden SAP Logistiklösung unter der Bezeichnung „Extended Warehouse Management Solution“. Der Go Live erfolgte im Mai 2020.

Beteiligung bei Exit Toys in 2020

Der Erwerb einer maßgeblichen Beteiligung an der niederländischen Gesellschaft Dutch Toys Group (Exit Toys) im November 2020 – wir berichteten darüber im Oktober 2020. Bei Exit Toys handelt es sich um einen Anbieter von Trampolinen, Swimming Pools, Sport- und weiteren Outdoor-Artikeln, die überwiegend über die E-Commerce-Schiene vertrieben werden. Bei Exit Toys liegen weitreichende Erfahrungen im Online-Geschäft vor. Die Simba Dickie Group versucht, hier Synergien zu nutzen und die Dropshipment-Expertise der Holländer auf weitere Bereiche des Konzerns zu übertragen.

Exit Black Leather Swimmingpool

Ziel für 2021: Umsatz soll gehalten werden

Der internationale Anteil der Simba Dickie Group liegt bei 75%. Die Hauptexportnationen der Gruppe waren 2020 wieder die Länder Frankreich und Italien sowie die USA. „Die Corona Pandemie wird uns auch noch im Jahr 2021 begleiten und fordern. Hinzu kommt, dass wirtschaftliche Konsequenzen aus der Pandemie nicht ausbleiben werden. Vor diesem Hintergrund und der heute noch nicht absehbaren wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie plant die Simba Dickie Group, den konsolidierten Gesamtumsatz im Jahr 2021 auf dem Niveau des Jahres 2020 mit 715,0 Mio. Euro zu halten“, beschreibt Manfred Duschl die Aussichten für das kommende Jahr.

Geplante Investitionen für 2021

Die Investitionspläne für 2021 fasst Manfred Duschl zusammen: „Insbesondere was den Umfang, aber auch den Zeitpunkt betrifft, hängen unsere Investitionen im neuen Jahr zu einem nicht unwesentlichen Teil davon ab, wie sich die Pandemie weiterentwickelt. In jedem Fall wird es zu einer konsequenten Fortsetzung der Investitionen in den Maschinenpark in allen Produktionsbetrieben der Gruppe kommen, um dort weitere Rationalisierungseffekte zu heben. Investitionen in Werkzeuge für neue Produkte planen wir in der gleichen Größenordnung wie 2020. Darüber hinaus steht im Jahr 2021 die SAP-Anbindung von Smoby Toys in Frankreich, Simba Dickie Nordic in den Ländern Norwegen und Schweden sowie Simba Toys in Spanien an.“

Das für 2021 veranschlagte Investitionsvolumen wird sich – soweit heute bekannt und geplant – auf eine Größenordnung von etwa 45,0 Mio. Euro belaufen. Davon entfallen, wie in den Vorjahren, ungefähr 50% auf Deutschland.