Die Geschichte des Spielprinzips reicht bis in die 1950er-Jahre zurück. Unter dem Namen Yahtzee wurde ein entsprechendes Würfelspiel 1956 in den USA auf den Markt gebracht. In Deutschland erschien das Spielprinzip zunächst unter anderen Namen, bevor Schmidt Spiele 1972 Kniffel einführte. Eine besondere Rolle bei der Verbreitung spielte eine Kooperation mit der Zigarettenmarke Krone: Das Spiel wurde als Werbebeigabe verteilt und erreichte auf diesem Weg ein breites Publikum. Aus dieser ungewöhnlichen Promotion entwickelte sich Kniffel zu einem festen Bestandteil der deutschen Spielekultur.
Die Stärke von Kniffel liegt in der Verbindung aus leicht verständlichen Regeln, Spannung, Geselligkeit und Wiederspielreiz. Würfelbecher, fünf Würfel und der charakteristische Ergebnisblock bilden eine unmittelbar erkennbare Markenwelt. Das Spiel funktioniert generationsübergreifend in Familien ebenso wie in Freundes- und Erwachsenenrunden und wurde über die Jahre in unterschiedlichen Varianten und Editionen weiterentwickelt. Schmidt Spiele selbst bezeichnet Kniffel als Kultspiel und Würfelspiel-Klassiker.
