Die Wurzeln der Spielkultur liegen in Österreich: Hier hat vor 185 Jahren die Karriere von Piatnik begonnen. Heute gehört die Manufaktur zu den größten Spielkartenherstellern der Welt und dank Megasellern wie „Activity“ zu führenden, international tätigen Verlagen. Wichtigen Anteil daran hat die deutsche Tochter in Mönchengladbach. Seit der Gründung vor 16 Jahren unterstützt sie den deutschen Markt des in Wien beheimateten Verlages.
Leidenschaft für das Spiel
Piatnik in Wien und in Mönchengladbach verbindet die gleiche Leidenschaft für das Spiel. Nicht nur das Alpenland gilt als Wiege der Spielkultur, die in Wiener Kaffeehäusern ihren Höhepunkt fand. Auch Deutschland ist traditionell sehr verspielt: Hier gehört zünftiges Auftrumpfen zum Wirthausleben seit Jahrhunderten dazu, wächst kein Kind ohne Puzzle auf, gehört „Activity“ zu den beliebtesten Gute-Laune- Garanten beim fröhlichen Abend unter Freunden.
Tradition und Innovation
Dass sich Piatnik auf dem deutschen Markt erfolgreich behaupten kann, liegt auch an der Firmenphilosophie des Familienunternehmens: Sie vereint Traditionsbewusstsein mit Innovationskraft, hohe Qualität bei der Herstellung in der Wiener Manufaktur mit einem Gespür für neue Spieletrends. So entwickelte sich in den vergangenen 185 Jahren aus einer kleinen Kartenmacherwerkstatt ein Verlag, der überall mitspielt. Tochterfirmen wie Piatnik Deutschland tragen zu den Erfolgen auf zentralen Märkten bei, die für Geschäftsführer Mag. Dieter Strehl vor allem in Europa und den USA sowie in Asien liegen. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen bestreitet Piatnik mittlerweile rund 80 Prozent des Umsatzes im Ausland. Auch das internationale Engagement besitzt Tradition: Der Export nach Ost- und Südeuropa begann schon vor dem Ersten Weltkrieg.
Gespür für Märkte und Trends
Das Gespür für Absatzchancen und neue Märkte zeichnen den Spieleverlag auch heute aus: Neben der Tochterfirma in Deutschland sind in den vergangenen Jahren auch Niederlassungen in den USA, Ungarn und Tschechien entstanden. „Wir haben frühzeitig auf neue Entwicklungen gesetzt und an wichtigen Stellen investiert“, nennt Strehl die strategische Ausrichtung. Am Stammsitz in der Wiener Hütteldorfer Straße hat das Unternehmen die Produktionsprozesse stark optimiert und modernisiert. Zur effizienten Herstellung und Vertrieb kommt eine glückliche Hand bei der Produktentwicklung: Die erfolgreichen Partyspiele „Activity“ (bald über fünf Millionen verkaufte Exemplare) und „Tick-Tack-Bumm" (fast drei Millionen verkaufte Titel) zeigen das Gespür für Spielbedürfnisse. Aktuelle Trends wie die Pokerleidenschaft nimmt der qualitativ besonders hochwertige „Pro Poker-Koffer“ von Piatnik auf. Den Lifestyle-Gedanken setzt die „Kollektion für Genießer“ mit dem exklusiv gestalteten Quiz „Sybarit“ um. Für den Nachwuchs hat Piatnik zahlreiche Spielehits – vom beliebten „Fische fangen“ bis zum Lernspiel „Magische Wörter“ und fröhlich-lockerer Unterhaltung mit „Jack, dem Krähenschreck“.
Piatnik - 185 Jahre Spielgeschichte
Die Spielkartenfabrik Ferdinand Piatnik & Söhne stellt weltweit ein Synonym für traditionelle Wiener Spielkultur dar. Der heute in über 60 Ländern aktive Verlag mit eigener Manufaktur entstand 1824 als kleine Kartenmalerei. Die Söhne des Gründers Ferdinand Piatnik bauten den Handwerksbetrieb zu einer modernen, maschinellen Spielkartenproduktion am heutigen Firmensitz in der Hütteldorfer Straße in Wien um. Die Unternehmerfamilie setzte früh auf Expansion: Sie übernahm Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts Firmen wie „Ritter & Cie“ in Prag und die „Spielkartenfabrik Vannak“ in Budapest sowie zur Sicherung der Rohpapierquelle eine Papierfabrik im slowenischen Ratschach und stellte die Produktion auf moderne Druckverfahren um. Die politischen Veränderungen nach den beiden Weltkriegen beeinträchtigten Struktur und Besitzverhältnisse des ab 1939 als „Wiener Spielkartenfabrik Ferd. Piatnik & Söhne“ firmierenden Unternehmens. Doch Piatnik gab nicht auf, modernisierte kontinuierlich seine Produktionsstätten und richtete seine Exportaktivitäten neu aus. Ende der sechziger Jahre erweiterte das Unternehmen sein Verkaufsprogramm um Brettspiele und Puzzles. Anfang der 90er Jahren entstanden weitere Tochtergesellschaften wie die 1993 gegründete Piantik Deutschland GmbH, die den internationalen Erfolg maßgeblich mitprägten. In Österreich ist Piatnik heute bei Spielkarten und Spielen Marktführer, weltweit gehört das Unternehmen zu den größten Spielkartenherstellern.

