Der jüngste Bericht der NPD Group zur globalen Spielwarenindustrie spricht von einem relativen Wachstum um 2%, die aktuellen Wechselkurse sorgen allerdings für ein negatives Gesamtergebnis.
Trotz eines Umsatzrückgang auf dem US-Markt und steigender Konkurrenz durch aufstrebende Segmente wie die Kategorie „Videospiele“, erzielte der weltweite Spielwarenmarkt 2008 ein Umsatzvolumen von 78 Milliarden US $ und musste damit, gemessen an den realen Wechselkursen, nur einen minimalen Rückgang von 0,8% zum Vorjahresvolumen hinnehmen. Bei stabilen Wechselkursen wäre der globale Spielwarenmarkt um 2,3% oder 2,4 Milliarden US $ gewachsen. In ihrem jüngsten Bericht „Global Toy Trends and Forecasts 2009“ erwartet Amerikas führendes Institut für Markt- und Meinungsforschung, die NPD Group, bei der gegenwärtigen Wachstumsrate weltweite Umsätze in Höhe von 80,3 Milliarden US $ für den Spielwarenmarkt im Jahr 2012.
„Global Toy Trends and Forecasts 2009“ liefert einen Überblick über aktuelle und kommende Trends der weltweiten Spielwarenindustrie, eine länderspezifische Analyse und informiert über die Auswirkungen der globalen Finanzkrise. Darüber hinaus identifiziert die NPD Group diejenigen Märkte, für die in den kommenden Jahren ein Wachstum des Kinderanteils an der Gesamtbevölkerung und/oder ein Umsatzwachstum im Bereich Spielwaren zu erwarten ist.
Nach dem Bericht generierten die führenden zehn Nationen 2008 insgesamt 65% des gesamten Umsatzvolumens. Dabei erzielte Nordamerika 30% des weltweiten Umsatzes mit Spielwaren, gefolgt von Europa mit 29% und Asien mit 27%. Die USA sind mit einem Umsatzvolumen von 21,7 Milliarden US $ immer noch der weltweit wichtigste Spielwarenmarkt, dicht gefolgt von Japan und China.
„Auch bei den aufstrebenden Märkten sehen wir konstantes Umsatzwachstum“, erklärte Jane Zimmy, Global Senior Vice President Toys der NPD Group. „Die Wachstumsgeschwindigkeit der Umsätze in den BRIC-Nationen Brasilien, Russland, Indien und China ist auch weiterhin deutlich höher in anderen Schlüsselmärkten. Das zeigt erneut, wie wichtig diese Nationen für das Gesamtwachstum des weltweiten Spielwarenmarktes sind und rechtfertigt ebenfalls die Einbeziehung dieser Länder in unsere Marktbeobachtungen.“
Etwa 9% der Weltbevölkerung im Kindesalter leben in den USA oder Europa. Gleichzeitig repräsentieren diese Regionen 57% des globalen Spielwarenkonsums, das ist ein Rückgang um drei Prozentpunkte im Vergleich zu 2007. In den nächsten vier Jahren wird das stärkste demographische Wachstum in der Altersgruppe 0-4 Jahre erwartet.
Asien und Afrika werden in den kommenden Jahren eine immer größere Rolle auf dem globalen Spielwarenmarkt spielen. Asien wird die USA und Europa voraussichtlich bis 2012 an der Spitze der umsatzstärksten Regionen abgelöst haben. Mit 28% am Gesamtvolumen wird Nordamerika dann vermutlich der zweitgrößte Markt vor Europa mit 27% sein, das entspräche einem Rückgang um 2% gegenüber 2008.
