Revell Control - Neue Marke mit perfekter RC Technik
Das Schlachtschiff „Tirpitz“ war neben der „Bismarck“ die größte Schiffseinheit der deutschen Kriegsmarine im 2. Weltkrieg. Den Bauauftrag erhielt die Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven im Juni 1936, die Kiellegung erfolgte am 2. November desselben Jahres. Der weitere Ausbau und die Vollendung der Aufbauten und Bewaffnung verzögerte sich durch zahlreiche britische Luftangriffe auf das Werftgelände in Wilhelmshaven, so dass die Indienststellung der „Tirpitz“ erst knapp fünf Jahre später – am 25. Februar 1941 – stattfand. Nach zwei weiteren britischen Bombenangriffen verlegte die „Tirpitz“ nach Gotenhafen und begann mit den ersten Übungsfahrten in der Ostsee.
Die hauptsächlichen Unterschiede zwischen der „Tirpitz“ und der „Bismarck“ lagen in den Dampfturbinen von unterschiedlichen Herstellern und in den Details bei den Aufbauten und der Ausrüstung. Der Rumpf entsprach weitgehend der Konstruktion der „Bismarck“ und war nach der in der deutschen Marine entwickelten Längsspantenbauweise mit 22 wasserdichten Abteilungen konstruiert. Zum Schutz gegen Minentreffer führte man den Großteil des Schiffbodens als wasser- bzw. öldichten Doppelboden aus. Die aus hochfestem Stahl „St 52“ gefertigten Längsverbände und Querschotten ergaben eine Gewicht sparende Bauweise unter Einhaltung aller Festigkeitsanforderungen. Der gesamte Rumpf einschließlich aller Bauteile aus Panzermaterial und die Panzerung des Oberdecks wurde fast vollständig elektrisch geschweißt. Lediglich die zu den Rumpfseitenwänden parallel verlaufenden Torpedoschotten aus Krupp-Panzermaterial „Wotan weich“ waren mit Verblattung genietet. Aus „Wotan hart“ bestanden das Oberdeck, das darunter liegende Panzerdeck sowie Vor- und Achterschiff. Die Panzerung von Kommandoturm, Rumpfseiten (Gürtelpanzer), Zitadelle, Geschütztürmen und Geschützschilden der mittleren Artillerie erfolgte mit „Krupp Cemented“-Panzerplatten. Der an den Rumpfseiten angebrachte Gürtelpanzer war bei einer Höhe von rund 5 m über 170 m lang und 320 mm stark. Neben einer Vielzahl von optischen Entfernungsmessbasen zur See- und Luftzielerfassung wurden auch drei Funkmessgeräte eingebaut. Die insgesamt 840 bis 960 Schuss der schweren Artillerie bestanden aus dem 800 kg schweren Projektil und einer zweiteiligen Treibladung, die eine maximale Schussweite bis 36,2 km ermöglichte. Bei einer Feuergeschwindigkeit von 5 Schuss in 2 Minuten konnte bei einer Schussweite über 21 km eine 350-mm-Panzerung durchschlagen werden. Jeder Turm wog 1.052 t. Schwenken und Richten erfolgte elektrisch oder (üblicherweise) hydraulisch.
Nach ihrem Angriff auf die Sowjetunion operierte die „Tirpitz“ ab Juli 1941 im Verband „Baltenflotte“. Mit Abschluss der nachfolgenden Übungsfahrten in der Ostsee meldete Kapitän zur See Topp am 10. Januar 1942 volle Einsatzbereitschaft. Da man eine alliierte Invasion Norwegens befürchtete, erreichte das Schlachtschiff eskortiert von mehreren Zerstörern am 16. Januar 1942 Trondheim. Die deutsche Seekriegsleitung beabsichtigte, das Schiff im Rahmen eines größeren Kampfverbandes gegen den Geleitzugverkehr von und nach Murmansk einzusetzen. Die „Tirpitz“ sollte künftig zur Bindung feindlicher Seestreitkräfte im Nordatlantik dienen. Das Schiff verlegte in den folgenden Monaten zwischen verschiedenen Fjorden entlang der norwegischen Küste, wurde von Oktober bis Dezember 1942 nahe Trondheim überholt, verlegte dann nach Narvik und im März 1943 in den Altafjord. U. a. zusammen mit der „Scharnhorst“ beschoss die „Tirpitz“ am 8. September 1943 feindliche Anlagen auf Spitzbergen, woraufhin die britische Admiralität die Bekämpfung der „Tirpitz“ beschloss. Am 23. September 1943 gelang es britischen Kleinst-U-Booten durch die Netzsperren zu tauchen; zwei Minen detonierten unter der im Kaafjord vor Anker liegenden „Tirpitz“. Eine Rückverlegung nach Deutschland war zu riskant, so dass die Reparaturarbeiten in Norwegen bis März 1944 andauerten. Die anschließenden Übungsfahrten wurden durch einen weiteren Luftangriff am 4. April 1944 durch Trägerflugzeuge der Royal Navy vereitelt, umfangreiche Schäden wurden verursacht. Dieses Mal dauerten die Reparaturarbeiten bis 1. Juli 1944; es wurden neben der Luftabwehr auch die Radartechnik und die Nebelgeräte verstärkt. Am 15. September 1944 dann traf eine „Tall Boy“-Bombe einer „Lancaster“ des RAF-Bomber-Command das künstlich eingenebelte Schiff, riss ein Loch in den Bug und zerstörte die Rumpfstruktur der „Tirpitz“ auf 36 m Länge, die dann schwer beschädigt Mitte Oktober 1944 nach Tromsö verlegte. Hier sollte der Schaden innerhalb von neun Monaten behoben werden. Der Ankerplatz lag jedoch innerhalb der Reichweite von in Großbritannien startenden speziell modifizierten „Avro Lancaster“-Flugzeugen, so dass die RAF am 29. Oktober 1944 einen Angriff auf Tromsö flog. Die „Tirpitz“ wurde durch einen Nahtreffer erneut schwer beschädigt. Ein zweiter britischer Angriff brachte die „Tirpitz“ schließlich am 12. November 1944 nach zwei weiteren „Tall Boy“-Volltreffern zum Kentern. Es starben 1.204 Besatzungsmitglieder, 809 konnten sich retten.
Der neue 2 + 2-Sitzer des Hauses Ferrari wurde auf der Detroit Motor Show im Januar 2004 erstmalig weltweit präsentiert. Die Präsentation fand knapp 50 Jahre, nachdem sich der erste Ferrari GT jenseits des Atlantiks etabliert hatte, statt und der somit den Grundstein für den Erfolg auf dem größten Einzelmarkt Nordamerika gelegt hatte. Die europäische Premiere folgte kurz darauf auf dem Genfer Automobilsalon.
Der Name des Luxus Sportcoupés ehrt Sergio Scaglietti, den Karosseriebauer Ferraris in den Nachkriegsjahren, der auch die Karosserien für den 360 Modena und den Enzo Ferrari erarbeitete. Die Form des 612 Scaglietti präsentiert sich in gewohnter GT Manier: nach der langen Front schließt sich die kompakte Fahrgastzelle an, abgeschlossen von einem strammen Heck. Pininfarina orientierte sich bei der Formgebung an der Linienführung des 375 Mille Miglia aus dem Jahre 1954, den sein Vater im Auftrag Roberto Rosselinis für Ingrid Bergmann gestaltete. Diese Anleihen zeigen sich an dem großen Frontgrill und den konkaven Einzügen an den Flanken. Die niveauvolle Eleganz des 612 Scaglietti findet sich auch im ungewohnt geräumigen Innenraum wieder. Überraschend auch das Platzangebot auf der hinteren Sitzbank, zu der die komfortablen Vordersitze dank Easy Entry Automatik schnell Zugang verschaffen. Der Material-Mix aus Metall, Kunststoff und Leder erlesener Qualität verströmt auch dank der sachlichen Instrumente das typische Ferrari Ambiente. Das Cockpit präsentiert sich übersichtlich und aufgeräumt. Auch die Fahrleistungen des Luxuscoupés sind gewohnt überzeugend. Wie beim Vorgänger 456M GT und GTA, verfügt der 612 Scaglietti über einen Frontmotor. Hinter der Vorderachse platziert, erklärt er auch die auffällige Länge des Wagens. Diese Position führt zu einer fast gleichgewichtigen Achslastverteilung, die ein nahezu optimales Handling ermöglicht. Dem Wunsch nach gesteigertem Luxus entsprechend, bietet der 612 Scaglietti eine geschwindigkeitsabhängige Servolenkung, die eine perfekte Unterstützung auf engen Bergstraßen, aber auch auf Autobahnen wegen einsetzender „Verhärtung“ bei hohen Geschwindigkeiten garantiert. Das integrierte elektronische Stabilitätsprogramm CST steuert ABS und ASR, wobei aber per Knopfdruck auch auf eine sportliche Fahrwerkssteuerung gewechselt werden kann. Auch die hervorragenden Sky Hook Stoßdämpfer unterliegen elektronischer Steuerung, die sich blitzschnell auf den jeweiligen Straßenzustand einstellt. Trotz des hohen Gewichtes von 1840 Kilogramm zeigt sich der 612 Scaglietti sehr agil und leichtfüßig. Dies liegt an dem schon vom 575M Maranello bekannten 6-Liter-12-Zylindermotor (=612), jetzt aber dank höherer Verdichtung, Einzeleinspritzung und veränderter Ausgangsgeometrie mit einer Leistung von 540 PS (397 kW). Geschaltet wird das Getriebe über die elektrohydraulische F1 Sportschaltung am Lenkrad, per Knopfdruck kann aber auf Vollautomatik umgestellt werden. Für die Beschleunigung von 0 auf 100 benötigt der Scaglietti gerade mal 4,4 Sekunden, für 0 auf 200 lediglich 15,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 321 km/h. Ferrari gelang es somit, bei dem 612 Scaglietti hohe Leistungsfähigkeit mit gesteigertem Luxus zu verbinden und bietet letztlich mehr Komfort und zugleich mehr Sportwagen als jemals zuvor an.
Positive Bilanz zur Spielwarenmesse 2009
Nach Ende der 60. Spielwarenmesse in Nürnberg sind wir mit deren Verlauf mehr als zufrieden. Insbesondere die neu entwickelten Sortimente kamen gut an. Dazu Thorsten Koss, der Leiter unserer Marketing- und Produktentwicklungs-Abteilung: „Erfreulich war, dass sich unsere Strategie, die Kernkompetenz von Revell im Bereich Hobby stärker zu nutzen, ausgezahlt hat. Die Vorstellung der Marke Revell Control im RC-Bereich ist sehr positiv aufgenommen worden. Angenehm überrascht waren wir von der positiven Resonanz auf die neue Schmucklinie Me & Sue.“
Perfekte RC-Technik mit Revell Control. Nachdem wir in 2008 erstmalig ein RC-Sortiment vorgestellt haben, starten wir 2009 mit einer neu ausgerichteten RC-Marke richtig durch. Schwerpunkt bei „Revell Control“ wird auf dem semiprofessionellen Segment liegen. Aber natürlich bieten wir auch Anfängern leicht zu handhabende Modelle, die den Einstieg in das RC-Hobby ermöglichen. Das Sortiment 2009 besteht aus 13 Neuheiten mit Flugzeugen, Hubschraubern und einer RC-Yacht.
Plastikmodellbau: Build your Dream. Rund 80 neue Produkte haben wir im Bereich Plastikmodellbau präsentiert. U. a. wird mit dem Glider Duo Discus das Segelflugsortiment erweitert. Die spektakulärste Neuheit aus dem Bereich Schiffe ist das Containerschiff „Colombo Express“, dessen Originalvorbild knapp 8.750 Container transportieren kann. Kultstatus genießt der legendäre, als Samba-Bus bekannte VW Transporter T1. Wir bringen ihn als komplette Neuentwicklung im Maßstab 1:24.
Revell Composite: Innovatives Konzept für den Sammlermarkt. Wie schon berichtet, werden mit „Revell Composite“ im Segment der 1:18 Sammlermodelle neue Maßstäbe gesetzt. Die Karosserien werden nicht mehr wie bisher aus Metall, sondern aus Kunststoffverbundstoffen gefertigt. Die Vorteile des neuen Rohstoffs sind eindeutig: mehr Details, wesentlich feinere Strukturen und ein perfektes Finish. Premiere wurde mit dem Artega GT gefeiert, der seit Januar lieferbar ist und dessen Original-Vorbild auf unserem Messestand bewundert werden konnte. In 2009 geht es weiter mit kompletten Neuentwicklungen des Opel Commodore GS/E, einem Opel Kadett B Coupé Rallye, dem Porsche 914/6 und einem VW Käfer LS Cabriolet.
Pferde und Schmuck: Extra nur für Mädchen. Mit „Me&Sue“ präsentieren wir ab August ein brandneues Schmucksortiment zum Basteln, Dekorieren und Aufbewahren für Mädchen ab 6 Jahren. „GeeGee Friends“ & Wendy ist die perfekte Spielwelt für kleine Pferdefreundinnen. Zu den Highlights in diesem Jahr gehört das Set „Indianerabenteuer“ mit Comic-Heldin Wendy im Indianeroutfit sowie eine große Pferdepflegestation mit einer funktionsfähigen Wasserpumpe.
Revell und Atari: rasante Kooperation
In diesem Jahr wird es erneut eine hochinteressante Kooperation der Traditionsunternehmen Revell und Atari geben. Mit RACE Pro, der ersten realistischen Rennsimulation für die Xbox 360 steht Atari in der Pole Position in diesem Marktsegment für die Next Generation-Konsole von Microsoft. Motorsportfans können sich auf spektakulären Fahrspaß in den unterschiedlichsten Fahrzeugklassen von der WTCC über die Formel 3000 bis zur Mini Cooper Challenge freuen.
Die Zusammenarbeit konzentriert sich im Schwerpunkt auf gemeinsame Gewinnspielkooperationen, welche vor allem im Online-Bereich des jeweiligen Partners stattfinden werden. So schnüren Atari und Revell attraktive Pakete bestehend aus RACE Pro und Automobilbausätzen wie z.B. dem Audi R8.
Sandra Struckmeyer, Marketing Revell, freut sich über die Kooperation mit dem Games-Publiher: „Die realistische Rennsimulation und unsere originalgetreuen Bausätze passen sehr gut zusammen. Damit bieten wir den Fans ein richtig attraktives Paket“.
Dem stimmt Frieder Bartussek, Product Manager bei Atari Deutschland, zu: „RACE Pro und die Bausätze von Revell transportieren die Begeisterung für den Rennsport auf unvergleichliche Art und Weise. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“
RACE Pro ist ab dem 19. Februar exklusiv für Xbox 360 im Handel erhältlich.
