Trotz angespannter Wirtschaftslage und rückläufiger Umsätze machte die Spielwarenbranche in den USA nur geringe Verluste
Nach Meldungen der NPD Group Inc., dem führenden Institut für Markt- und Verbraucherstudien in den USA, erzeugte die Spielwarenindustrie 2008 auf dem amerikanischen Markt Umsätze in Höhe von 21,64 Milliarden US $ im Vergleich zu 22,32 Milliarden im Vorjahr* – das entspricht einem Rückgang um 3%. Mit einem Minus von 5% musste die Industrie im vierten Quartal 2008 (Okt. - Dez.) die größten Umsatzverluste hinnehmen.
Trotz rückläufiger Umsätze, besonders im Zuge der turbulenten Weltwirtschaft im vierten Quartal 2008, zeigen jüngste Berichte** der NPD Group, dass die Ausgaben für Spielwaren immer noch den größten Anteil der Gesamtaufwendungen für Kinder im Alter 0 bis 14 Jahre in den letzten fünf Wochen vor Weihnachten ausmachten. Kleidung und Accessoires, Videospiel-Hardware und Video-/PC-Game Software folgten dicht auf den nächsten Plätzen.
„Während viele Branchen unter den Auswirkungen der angespannten wirtschaftlichen Lage leiden, zeigen unsere Marktbeobachtungen, dass Spielwaren auch weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Ausgaben für Kinder bleiben“, erklärte Anita Frazier, Branchenspezialistin der NPD Group.
Viele wichtige Hauptwarengruppen unterlagen starken Umsatzschwankungen – sowohl in positiver als auch in negativer Richtung. Zu den Gewinnern 2008 zählten vor allem Konstruktionsbaukästen mit +26% und Plüschwaren mit +22%. Ein deutliches Minus verzeichneten Fahrzeuge (−16%), Jugendelektronik (−14%) und Puppen (−10%) gegenüber den Umsätzen von 2007.
Fast alle Absatzkanäle erlitten 2008 Umsatzrückgänge, außer Drogerien und Lebensmittelläden, die um etwa 1% zulegen konnten. Discounter/Handelsketten (−2%) und der Internethandel (−4%) erlebten geringe Verluste.
Zu den erfolgreichsten Lizenzen des Jahres (gemessen an Gesamtumsatz in US $) gehörten Barbie, Crayola, Star Wars, Transformers und Webkinz. 2008 wurden 27% der Gesamtumsätze auf dem Spielwarenmarkt durch Lizenzspielwaren generiert, das entspricht dem Stand von 2007. Am besten verkauften sich in den Vereinigten Staaten Produkte der Lizenzen Star Wars und Disney Princess.
*Auf Empfehlung der National Retail Federation (NRF) erweiterte die NPD Group im Einzelhandelsjahr 2006 (Februar 2006 – Januar 2007) den Bezugszeitraum um eine 53. Woche. Diese Extrawoche im Januar 2007 repräsentiert etwa 2% des Jahresumsatzes und erschwert somit den direkten Vergleich der Zahlen 2007 mit anderen Jahresumsätzen.
**Spotlight on Kids: Understanding Cross-Category Purchasing
