Nach Meldungen der NPD Group, Inc., dem führenden Institut für Markt- und Verbraucherstudien in den USA, erzeugte die Spielwarenindustrie auf dem amerikanischen Markt 2007 Umsätze in Höhe von 22,1 Milliarden US $ im Vergleich zu 22,6 Milliarden im Vorjahr. Angesichts der zahlreichen Rückruf-Aktionen und der allgemein schwierigen Wirtschaftslage 2007 ist dieser Rückgang von nur 2% durchaus positiv zu bewerten.
Ausgeglichen wurden die erlittenen Verluste vor allem durch starke Umsätze in zwei Hauptwarengruppen: Der Absatz von Action-Figuren und Zubehör stieg um 8% gegenüber 2006 und die Fahrzeug-Kategorie legte im direkten Vergleich zum Vorjahr 6% zu.
Die größten Verluste mussten die Warengruppen Kleinkind/Vorschule (-5%), Sport & Outdoor (-5%) und Puppen (-8%) hinnehmen. Erfolgreichste Lizenzthemen des letzten Jahres waren Barbie, Bratz, Cars, Crayola und Dora. Themen wie Air Hogs, Hannah Montana, Spiderman, Transformers und Webkinz erzielten das größte Wachstum. 27% des Gesamtumsatzes auf dem Spielwarenmarkt wurde 2007 durch Lizenzspielzeug erwirtschaftet. Am besten verkauften sich Spielwaren zu Cars, Disney Princess, Dora, Spiderman und Star Wars.
Laut den Beobachtungen der NPD Group geht der Trend momentan in Richtung interaktive Spielwaren mit Internet-Anbindung. „Spielwaren mit Internet-Anbindung verbinden die Vorzüge eines physischen Spielzeugs mit den unendlichen digitalen Spielmöglichkeiten des Internets. Dieses Phänomen ist noch relativ neu auf dem Spielwarensektor.“, erklärte Anita Frazier, Branchenspezialistin der NPD Group. „Hauptsächlich durch den Erfolg der Webkinz Marke, erobert diese neue Art des Spielens immer neue Warengruppen und Lizenzthemen.“
Die Untersuchung der bevorzugten Absatzkanäle barg in diesem Jahr einige Überraschungen. Erstmals seit Jahren konnten die Discounter und Handelsketten kein Wachstum verzeichnen und stagnierten bei 55% des Gesamtumsatzes. Der Absatz übers Internet stieg hingegen um 9% und erreichte damit 7% am Gesamtvolumen 2007. „Trotz wirtschaftlicher Bedenken sprechen die Ergebnisse des letzten Jahres für die Flexibilität der Spielwarenindustrie und den Wunsch der Eltern, ihre Kinder mit neuen, innovativen Spielwaren zu erfreuen.“, sagt Frazier. „Die Innovationsfähigkeit der Branche lässt mich positiv in die Zukunft blicken. Ich freue mich schon auf die Produktneuheiten der diesjährigen Toy Fair in New York.“
