Essener Feder für vorbildliche Regel
Mit dem „Deutschen Kinderspielepreis 2007“ als bestes Kinderspiel des Jahres wird „Burg Appenzell“ aus dem Zoch Verlag (München) ausgezeichnet. Der Deutsche Spielepreis versteht sich als Kulturpreis, den die Verbraucher durch ihre Stimmabgabe wählen. Für seine vorbildliche Regel erhält das Familienspiel um den besten Käse zudem die „Essener Feder“ verliehen. Dieser Preis ist
ein Wanderpreis, gestiftet von der Stadt Essen. Beide Preise werden am 17. Oktober 2007 im Rahmen der Internationalen Spieltage auf der Spiel ’07 in Essen verliehen. Die Münchner Spieleschmiede erhält damit zum vierten Mal den Deutschen Kinderspielepreis. 2004 für „Dicke Luft in der Gruft“ von Norbert Proena, 2001 für „Zapp Zerapp“ von Heinz Meister und Klaus Zoch und 1998 für „Zicke Zacke Hühnerkacke“ von Klaus Zoch, mittlerweile ein Klassiker unter den Kinderspielen.
Die größte Mausefalle der Welt öffnet ihre Pforten. „Burg Appenzell“ ist die erste Burg, deren Gemäuer und Innerstes feinster Blauschimmel ziert. Vom Ballsaal bis zur Schlafstätte – überall liegen Käsestücke versteckt. Welche Maus kann da widerstehen? Von der Kirchen- bis zur Wühlmaus – sie alle machen sich auf den Weg. Das Familienspiel um die besten Käsestücke ist ein dreidimensionaler Spielspaß des Zoch Verlags für Kinder ab sechs Jahren. Erschienen im März 2007.
Über die Ecktürme gelangen die Mäuse in die Burg. Sie scheinen den Käse zu riechen und beginnen mit den eigenen vier Nagern vier verschiedene Käsesorten zu sammeln. Was einfach klingt, ist ganz schön knifflig. Ständig bewegt sich der Boden unter den Mäusefüßchen, weshalb sich auch die Objekte der Begierde verschieben. Möglich macht dies der außergewöhnliche Aufbau der Burg mit insgesamt fünf Ebenen. Clevere Mäuse bereiten raffinierte Spielzüge vor, um an den schmackhaften Käse zu kommen, während unvorsichtige Nager ins Kellergewölbe purzeln.
„Burg Appenzell“ von Jens-Peter Schliemann und Bernhard Weber schafft mit der vielschichtigen Burg, den haptisch schönen Mäusen und den unterschiedlichen Etagen eine spannende Spielatmosphäre für die gesamte Familie. Die überraschenden Wendungen durch den Schiebemechanismus stärken die Merkfähigkeit der Kinder. Zudem ist Konzentration erforderlich. Die taktischen Möglichkeiten geben auch Eltern eine Chance!
„Burg Appenzell“Autoren: Jens-Peter Schliemann und Bernhard Weber
Grafik: Victor Boden
für 2 bis 4 Spieler ab 6 Jahren
Spieldauer: zirka 30 Minuten
zirka 30 Euro, erschienen im März 2007

