Am Dienstag unterzeichneten China und die USA in Washington eine offizielle Vereinbarung zum Verbot von bleihaltigen Farben für Spielwaren für den US-Markt. Anlass für das Treffen waren die jüngsten Entwicklungen auf dem Spielwarenmarkt: Mehrere Millionen Spielzeuge „Made in China“ waren von verschiedenen Herstellern zurückgerufen worden, weil sie erhöhte Bleiwerte aufwiesen.
Li Changjiang, Leiter der chinesischen Behörde für Qualitätskontrolle, betonte erneut, dass die Rückrufaktionen nur zum Teil den chinesischen Herstellern angelastet werden könne. Hauptursache seien Änderungen der amerikanischen Sicherheitsstandards und mangelnde Informationen gewesen. Aus diesem Grund müssten beide Länder verstärkt kooperieren um die Standards in Zukunft zu vereinheitlichen.
Nancy Nord, Leiterin der US-Verbraucherschutzkommission, bestätigte, dass China in dem Papier verstärkte Kontrollen der Exportartikel und weitere Maßnahmen zur Einhaltung US-amerikanischer Produktstandards zusicherte.
Die Vereinigten Staaten und China einigten sich zudem auf eine engere Kooperation zur Qualitätssicherung nicht nur im Bereich Spielwaren, sondern auch bei anderen Produkten für den amerikanischen Markt wie Feuerwerkskörpern, Feuerzeugen und Elektronikprodukten.
„Das Abkommen ist ein wichtiges Signal der chinesischen Regierung. Offensichtlich ist Peking ernsthaft daran interessiert, in enger Zusammenarbeit mit uns, amerikanische Haushalte vor gefährlichen Produkten zu schützen,“ erklärte Nord.
China ist das Zentrum der weltweiten Spielwarenherstellung. Laut dem chinesischen Außenhandelsministerium kamen allein im letzten Jahr fast 87% aller in die USA importierten Spielwaren aus China. Das entspricht einem Exportvolumen von 7,5 Milliarden US $.
„Wir garantieren, dass wir die Kinder in Amerika noch vor Weihnachten mit sicheren, besseren und attraktiveren Spielwaren versorgen. Sie werden sie lieben!“ versicherte Li Reportern am Rande einer Konferenz für Lebensmittelsicherheit.
