The NPD Group, Inc., führendes Institut für Markt- und Verbraucherstudien in den USA, bescheinigte der amerikanischen Spielwarenindustrie für das erste Halbjahr 2007 ein Umsatzwachstum von 3% und ein Gesamtvolumen von über 8 Milliarden US $ für den Zeitraum Januar bis Juni 2007. Demgegenüber steht ein Umsatzvolumen von 7,8 Milliarden im Vergleichszeitraum 2006.
Sieben der elf wichtigsten Warengruppen zeigten besonders starke Leistungen und verhalfen der Spielwarenindustrie damit zu einer insgesamt positiven Bilanz im vergangen Halbjahr. Kinder-Fahrzeuge waren mit einem Plus von 17% die stärkste Wachstumskategorie; aber auch andere Warengruppen erlebten solide Zuwächse: Kleinkind/Vorschule (+4%), Jugendelektronik (+8%), Plüschtiere (+9%), Basteln und Kreativität (+6%), Baukästen & Konstruktion (+4%) und Gesellschaftsspiele/Puzzles (+3%). Diese sieben Hauptwarengruppen erwirtschafteten insgesamt Einzelhandelsumsätze von über 4,5 Milliarden US $.
In drei anderen Kategorien erlebte die amerikanische Spielwarenindustrie allerdings einen spürbaren Umsatzrückgang. Die beiden Warengruppen mit den stärksten Einbußen waren Actionfiguren & Zubehör sowie Gartenspielzeug & Sportgeräte mit jeweils -4%.
Bereits im ersten Halbjahr 2006 verzeichnete die Kategorie Actionfiguren einen deutlichen Rückgang. In Folge einiger starker Film-Lizenzen und Blockbuster-Kinofilmen in diesem Sommer, die vor allem Kinder und Jugendliche ansprechen, wird allerdings für das zweite Halbjahr 2007 ein sprunghaftes Umsatzwachstum für diese Warengruppe erwartet.
Die Umsatzzahlen für Puppen blieben stabil. Damit durchbricht die Industrie den Negativtrend des letzten Jahres: Im ersten Halbjahr 2006 musste die Warengruppe einen Umsatzrückgang von 4% hinnehmen.
„Offensichtlich wirken sich die neuen, innovativen Produkte auf dem Spielwarenmarkt positiv auf den Gesamtumsatz der Industrie aus“, erklärte Anita Frazier, Branchenspezialistin der NPD Group. „Unseren Umfragen zufolge sind die Eltern der Auffassung, das aktuelle Spielwarenangebot sei interessanter und ansprechender als je zuvor. Diese Aussage und die starken Verkaufszahlen im ersten Halbjahr sind für die Spielwarenindustrie eine starke Ausgangsposition für ihr alles entscheidendes zweites Halbjahr.“
