Das im Kleinverlag Abacus erschienene Brettspiel "Zooloretto" von Michael Schacht ist "Spiel des Jahres 2007". Der begehrte Kritikerpreis wird dieses Jahr zum 29. Mal verliehen. "Kinderspiel des Jahres 2007" wird "Beppo der Bock" von Peter Schackert und Klaus Zoch aus den Verlagen Oberschwäbische Magnetspiele und Huch and friends, ein wahrlich anziehendes Spielvergnügen.
Beim "Spiel des Jahres" gab es gleich zwei Debüts: Sowohl Autor Michael Schacht (Frankfurt) als auch der hessische Verlag Abacusspiele (Dreieich) wurden bislang noch nicht mit dem wichtigsten Spielepreis ausgezeichnet. Bei "Zooloretto" sind die Spieler Zoodirektoren, die ihre Gehege mit Tieren füllen wollen, um möglichst viele Besucher anzulocken. In der Begründung der Jury heißt es: "Zooloretto schafft spielerisch leicht den Spagat zwischen einfachem Einstieg und strategischem Anspruch. Die Thematik "Tiere im Zoo" führt locker an ein Spielvergnügen heran, das ebenso einfach erfassbar wie auch hintertrieben ist. Da auch das Glück eine Rolle spielt, können jüngere Mitspieler hier gut mithalten. Strategen entdecken dazu schnell immer wieder neue spielerische Möglichkeiten. Beste Voraussetzungen für einen Dauerbrenner auf dem Spieltisch."
Ebenfalls nominiert waren die Spiele "Die Baumeister von Arkadia", der strategische Aufbau einer Stadt (Verlag: Ravensburger); "Der Dieb von Bagdad", ein bestechendes Kartenbrettspiel (Queen Games); "Jenseits von Theben", eine spannende Zeitreise für Archäologen (Queen Games); sowie "Yspahan", ein trickreiches Spiel um Würfel und Kamele (Ystari). Sie alle runden einen sehr ausgeglichenen, starken Spielejahrgang ab.
Der zweite Hauptpreis "Kinderspiel des Jahres 2007" geht an das Spiel "Beppo der Bock" von Peter Schackert (Nattenhausen) und Klaus Zoch (München). Mit dem Spiel "Zauberlehrling" erntete Peter Schackert, der Inhaber der Oberschwäbischen Magnetspiele, bereits 2005 erste Lorbeeren. Mit dem Ziegenbock Beppo nutzen er und Klaus Zoch noch genialer magnetische Kräfte aus. "Beppo der Bock" ist ein freches, dynamisches Spiel, bei dem ein hölzerner Ziegenbock unglaubliche Sprünge vollzieht. Ruht er sich am Anfang noch auf einer Wiese und nahe einem Magneten aus, bringt ihm bald eine Metallkugel Sprünge bei. Die Kugel rollen zwei bis vier Kinder über eine Holzrinne auf den Holzbock. Angezogen von einem starken Magneten befördert das Metall Bock Beppo von seiner Wiese in die unterschiedlichsten Landschaften, die festlegen, wie weit die Kinder ihre Spielfiguren ziehen dürfen.
"Beppo der Bock@ nutz innovativ die Kraft eines Magneten. Faszinierend ist, wie zielgenau nach nur kurzer Übungszeit Beppo auf dem Gelände dirigiert werden kann. Das Spiel besitzt fast Billardqualität, Queue-Ersatz bietet die Zielrinne; einer solchen Herausforderung stellen sich nicht nur Kinder gern, sondern auch erwachsene Spieler. Die Jury ist angetan von diesem fetzigen Spiel, das anziehend auf große und kleine Spieler wirkt.
Neben dem Hauptpreisträger waren vier weitere Titel zum "Kinderspiel des Jahres" nominiert. Neben "Beppo" das lustige Froschspiel "Hüpf Hüpf Hurra!" (Ravensburger). Kooperative Spielansätze finden sich in dem raffinierten Bauspiel "Burg-Ritter" (Haba), in dem Spiel und Buch verbindenden märchenhaften Gedächtnisspiel "Rettet den Märchenschatz" (Selecta) und dem kommunikativen Lernspiel "Gesagt - getan!" (Haba).
Beide Preise, "Spiel des Jahres" und "Kinderspiel des Jahres", werden durch eine Empfehlungsliste ergänzt, in der Spielinteressierte jeglichen Alters viele gute Spielanregungen finden können. Nähere Informationen zu all diesen Spielen liefert wieder die Broschüre "Ausgezeichnete Spiele", die im September erscheinen wird.
