The NPD Group, Inc., führendes Institut für Markt- und Verbraucherstudien in den USA, analysierte die Umsatzentwicklungen auf den fünf größten europäischen Absatzmärkten - Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Zusätzlich beobachteten sie den Spielwarenmarkt in Belgien, Polen und Portugal. Österreich soll 2007 folgen.
Laut der Studie erlebte die Branche 2006 ein durchschnittliches Wachstum von 2% im Gegensatz zum Vorjahr. Dabei variieren die Wachstumsraten stark. Während Spanien und Großbritannien einen Anstieg von 5% verzeichnen konnten, war die Rate in Italien deutlich niedriger. In Frankreich blieben die Umsätze stabil, wohingegen der Spielwarenmarkt in Deutschland ein negatives Wachstum von -2% hinnehmen musste.
In den meisten Märkten zeigte sich die Kategorie „Jugend-Elektronik“ wieder besonders dynamisch, vor allem dank der ungebrochenen Beliebtheit von Tamagotchi und einer Vielzahl neuer Produkte, die auf den Markt drängten. Dieser Trend wird sich auch 2007 fortsetzen – neben Robotern als Spielgefährten und virtuellen Welten finden vor allem kindgerechte Versionen der neusten Elektronikprodukte wie MP3 Player, Digitalkameras und Camcorder immer größeren Anklang. Beliebt sind auch Artikel, die eine Reihe von Funktionen und Spielmöglichkeiten miteinander kombinieren. „Vernetzbarkeit“ spielt auch auf dem Spielwarenmarkt eine immer größere Rolle. Dabei nimmt elektronisches Lernspielzeug eine Schlüsselposition ein. (Die V.Smile Konsole stand in 4 von 5 Ländern erneut auf den ersten beiden Plätzen der meistverkauften Spielwaren).
Kleinkindspielzeug und Plastikfiguren/Spielsets haben ebenfalls gut abgeschnitten – angeführt von klassischen Markenprodukten und Lizenzartikeln.
The NPD Group bestätigte, dass die Warengruppe „Kleinkind“ in allen Ländern stark zulegte, vor allem in Spanien. In vier der fünf Länder, nämlich in Frankreich, Italien, Deutschland und Großbritannien, waren die Umsätze bei Elektronikspielzeug besonders hoch (hierzu zählen auch interaktive Roboter und elektronische Plüschtiere). In Spanien hingegen schnitten Outdoor-Spielzeug und Brettspiele deutlich besser ab.
Auch in Europa litt der Spielwarenmarkt unter dem „Post-Star-Wars-Syndrom“. Nichtsdestotrotz kurbelten auch 2006 Lizenzartikel den Markt deutlich an: +12% in Großbritannien, +4% in Italien und +3% in Frankreich. Von den Kino-Erfolgen des letzten Jahres hatten Disney/Pixar’s Cars und Fluch der Karibik II (ebenfalls Disney) den größten Einfluss auf den Spielwarenmarkt. Nicht ganz unerwartet sorgten in Deutschland vor allem Fußball-Lizenzen für starkes Wachstum. Besonders beliebt sind Lizenzprodukte bei Vorschulkindern – allen voran das Lizenzthema „Dora“, doch auch „Thomas & seine Freunde“ erlebten ein großes Comeback.
