Laut amerikanischen Medienberichten geht die Kontroverse "Barbie vs. Bratz" -- Mattel vs. MGA -- in die zweite Runde.
Die FlavasNachdem MGA Entertainment dem Spielzeug-Giganten Mattel im Jahr 2003 vorgeworfen hatte, die neue "Flavas" Linie sei nur eine schlechte Kopie
Bratz Puppenihrer Bratz-Puppen, verklagt Mattel nun MGA. Im Raum steht der Verdacht, Bratz-Erfinder Carter Bryant habe seine ersten Entwürfe gezeichnet, bevor er im Oktober 2000 von Mattel zu MGA wechselte. Sollte sich der Verdacht bestätigen und Mattel im Besitz der Original-Zeichnungen sein, könnten sie tatsächlich Urheberrechte an Bratz geltend machen. Mattel reichte bereits Anfang der Woche in Kalifornien Klage ein.
MGA brachte seine gefürchtete Barbie-Konkurrenz 2001 auf den Markt und beschert Mattel damit schwere Zeiten. Seitdem sind die Barbie-Umsätze stark rückläufig. In den ersten drei Jahren sank der Marktanteil um 20%. Mattel konterte 2003 mit einer eigenen, jugendlicheren Mode-Puppen-Linie, den Flavas, die Anlass für den ersten Gerichtsstreit der Spielzeug-Giganten war.
Dennoch sind die Bratz außerordentlich erfolgreich und verfügen mittlerweile über eine eigene Fernseh-Serie. Außerdem drängt MGA Entertainment nun auch verstärkt auf den europäischen und vor allem auf den deutschen Markt. Eigens hierfür sicherte sich MGA im Sommer 22% der Anteile am Puppen-Hersteller Zapf und schloss mit ihm eine Vertriebsvereinbarung für die Bratz-Produkte ab.
MGA selbst behauptet übrigens, Bryant habe die Entwürfe für Bratz bereits im Frühjahr 1998 im Haus seiner Eltern gefertigt. Zu der Zeit war er nicht bei Mattel angestellt.
