LEGO erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten 2006 einen Gewinn von 238 Mio dänischen Kronen (etwa 32 Mio Euro), deutlich mehr als in der Vorjahresperiode. Ursache hierfür ist eine Umsatzsteigerung von 19% bei gleichzeitiger Kostenreduzierung und Steigerung der Produktivität.
Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr (Jan-Jul 2005) von 2.364 Mio DKK (etwa 317 Mio Euro) auf 2.821 Mio DKK (etwa 378 Mio Euro) im ersten Halbjahr 2006.
Einerseits ist diese Entwicklung eine Folge des überraschend starken Weihnachtsgeschäftes 2005. Die Nachfrage der Einzelhändler , die ihre Regale auffüllen mussten, brachte die Lieferkapazitäten der Firma zu Jahresbeginn bis an ihre Grenzen. Zum anderen wurden klassische Spielthemen wie LEGO City und DUPLO Vorschul-Produkte wieder stärker nachgefragt. Positiv entwickelte sich auch der Verkauf von Lizenzprodukten – überraschend angesichts der Tatsache, dass es in diesem Zeitraum keine neuen Kino-Filme gab. Außerdem erfreuen sich die Action-Produktreihen BIONICLE und EXO FORCE wachsender Beliebtheit.
Geographisch lag der Umsatz in den nördlichen Ländern, Benelux and Japan deutlich höher als erwartet, während er in den Hauptmärkten (USA, Deutschland, Großbritannien und Frankreich) den bisherigen Erwartungen entsprach. Insgesamt erlebte der gesamt Spielwarenmarkt den zu Jahresbeginn angekündigten Umsatz-Rückgang während der erste Jahreshälfte 2006.
Obwohl die LEGO Gruppe im Januar für 2006 einen Rückgang der Verkaufszahlen vorausgesagt hatte, schätzen Experten jetzt – angesichts der positiven Entwicklung – dass der Vorjahresumsatz von etwa 7 Mia DKK (etwa 938 Mio Euro) auch in diesem Jahr wieder erreicht wird. Die Zahlen im zweiten Halbjahr dürften etwas unter dem Umsatz von 2005 liegen, der dank einiger Lizenz- Artikel besonders hoch war.
Die LEGO Gruppe setzt auch weiterhin auf rigorose Kostenkontrolle. Größere Einsparungen erwartet die Firma durch das geplante massive Outsourcing der Zulieferungen. In Zukunft wird sich Flextronics, ein Electronic Manufacturing Service um einen Großteil der Lego- Produktion kümmern.
CEO Jørgen Vig Knudstorp erklärte dazu: „Angesichts der positiven Ergebnisse dieses Halbjahres besteht eine realistische Chance, bessere Jahressabschlussergebnisse zu erzielen als bisher angenommen. Sicher ist die Verkaufssteigerung positiv zu bewerten, aber ich möchte noch einmal betonen, dass wir Wirtschaftlichkeit über Wachstum stellen. Deshalb werden wir auch weiterhin an den Beschlüssen von 2004 festhalten und unsere Rentabilität steigern. Dazu gehören die Konzentration auf klassische Lego-Produkte und die Auslagerung eines großen Teils unserer Produktion innerhalb der nächsten drei Jahre.“
