Die beiden größten internationalen Spielwaren-Hersteller Mattel und Hasbro legten ihre Zahlen für das zweite Geschäftsquartal 2006 vor.
Hasbro erlebte überraschenden Einbruch bei STAR WARS Produkten
Weltweit verzeichnete der Hersteller Netto-Gewinne von 527,8 Mio US-Dollar. Dem gegenüber stehen Gewinne von 572,4 Mio Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Hasbro errechnete Netto-Einnahmen von 27,1 Mio Dollar, das entspricht 0,07 US $ pro Aktie einschließlich aller Umtauschrechte. Dabei wurden bereits das neue, aktienbasierten Vergütungsprogramm mit 2,5 Mio Dollar (bzw. 0,01 je Aktie) und die Steuern mit berücksichtigt – wie es die Umsetzung der neuen amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätze SFAS 123R seit Anfang des Jahres verlangt. Netto-Einnahmen, die vor dem Jahre 2006 errechnet wurden, enthalten keine aktienbasierten Vergütungsprogramme. Unter Berücksichtigung derselben beliefen sich die Einnahmen von Hasbro im Vergleichs-Quartal 2005 auf 26,0 Mio US $ oder 0,11 Dollar je Aktie einschließlich aller Umtauschrechte. Das geht hervor aus den Anmerkungen des Finanzberichtes vom letzten Jahr.
„Abgesehen von dem unerwartet starken Einbruch unserer STAR WARS Reihe, der uns Verluste von 84,8 Mio US $ bescherte, sind unsere Top-Line-Results besser als wir erwartet hätten. Unsere anderen Produkte laufen gut – mit Gewinnen von bis zu 40,2 Mio $ oder 9,4% für das gesamte Quartal. Das wären 102,8 Mio $ oder 13,2% hochgerechnet auf das gesamte Geschäftsjahr. Das verspricht einen positiven Rechnungsabschluss Ende 2006. " resümierte Alfred J. Verrecchia, Firmenchef und CEO von Hasbro .
Die Gewinne in Nord-Amerika (Vereinigten Staaten plus Kanada und Mexiko) summierten sich in diesem Quartal auf 362,0 Mio US $ im Vergleich zu 388,0 Mio 2005. Das Minus von 26,0 Mio ist auf die Verluste von 47,7 Mio beim Verkauf der STAR WARS Palette zurückzuführen, der nur teilweise aufgefangen wurde durch steigende Gewinne bei PLAYSKOOL, MAGIC: THE GATHERING, LITTLEST PET SHOP, NERF, G.I. JOE, TRANSFORMERS und den beliebten Hasbro Brettspielen. Das Nordamerika-Segment verzeichnete operative Gewinne von 30,4 Mio US $, gegenüber 25,4 Millionen im letzten Jahr, nach Anpassung an aktienbasierte Vergütungsprogramme.
International belaufen sich die Gewinne auf 153,2 Mio US $ bei einem Rückgang um 19,3 Mio im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres. Dieses Ergebnis beweist die starke Markt-Position von MONOPOLY , PLAY-DOH , LITTLEST PET SHOP, MAGIC: THE GATHERING und PLAYSKOOL, die einem Rückgang von 37,1 Mio bei den STAR WARS Produkten auffangen konnten. Das internationale Geschäft musste in diesem Quartal operative Verluste von 8,1 Mio Dollar hinnehmen. Dem gegenüber steht ein operativer Gewinn von 1,2 Millionen im Vorjahr, nach Anpassung an aktienbasierte Vergütungsprogramme.
„Es ist unser oberstes Ziel, unseren Anteilseignern Geld zurückzugeben. Deshalb kauften wir im vergangenen Quartal ca. 10 Millionen Stammaktien im Gesamtwert von 192,6 Mio zurück." teilte der Finanzchef David Hargreaves mit. „Mit Blick auf die Ergebnisse im zweiten Quartal glaube ich, dass wir auf dem besten Wege sind, unsere Finanzziele für das ganze Jahr zu erreichen.“
Mattels Barbie erfreut sich neuer Beliebtheit
Im zweiten Quartal 2006 verzeichnete Mattel ein Netto-Einkommen von 37,4 Mio Dollar bzw. 0,10 Dollar pro Aktie. Im Vergleichs-Quartal 2005 hingegen fuhren sie einen Netto-Verlust von 94,0 Mio ein. In diesem Jahr wurde die Netto-Gewinne positiv beeinflusst von einem Steuervorteil von ca. 6,2 Mio bzw. 0,02 Dollar pro Aktie, den die Firma einem Audit Settlement mit der staatlichen Steuerbehörde verdankt. Die Verluste im letzten Jahr sind hauptsächlich einem erhöhten Steueraufwand zuzuschreiben. Die Firma hatte sich nämlich dazu entschlossen, im Rahmen des „American Jobs Creation Act” 2,4 Mia US $ Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften in die Staaten zurückzuführen.
„Wir sind mit den Ergebnissen des zweiten Quartals zufrieden. Wie erwartet profitieren wir von unserem Sommer-Sortiment, das hauptsächlich auf die Lizenzen zu CARS und Superman™ setzt. Positive Auswirkungen hat natürlich auch der neuste American Girl Place (Spezial-Geschäft für American Girls Puppen) in Los Angeles." bemerkte Robert A. Eckert, Konzernchef von Mattel. „Außerdem erlebte Barbie im zweiten Quartal ein deutliches Wachstum auf dem US-Markt. Diese Entwicklung ist zwar sehr positiv, aber trotzdem planen wir noch weitere Verbesserungen und Veränderungen der Marke für das nächste Jahr."
Mattel verzeichnete in diesem Quartal Netto-Umsätze von 957,7 Mio US $, 8 % mehr als die 886,8 Mio im Vergleichs-Quartal – unbeeinflusst von Veränderungen im Wechselkurs. Brutto-Umsätze im Inland stiegen um 5% und um 12% auf dem internationalen Markt. Positiv wirkten sich hier günstige Veränderungen der Wechselkurse von einem Prozentpunkt aus. Das operative Einkommen im zweiten Quartal stieg von 28,5 Mio im Vorjahr auf 49,9 Mio Dollar 2006. Hauptursache hierfür sind die gestiegenen Netto-Umsätze.
Das Verhältnis zwischen Schulden und Kapital beläuft sich gegenwärtig auf 31,1%. In diesem Geschäftsquartal gab die Firma „Senior Notes“ im Wert von 300 Mio Dollar aus. Als Folge der üblichen saisonalen Schwankungen des Geschäfts sank der Finanzmittelbestand der Firma um ca. 373 Mio Dollar in den letzten sechs Monaten. Im Vergleich dazu steht ein negatives Wachstum von 795 Million $ in der Vorjahres-Periode. Gleichzeitig kaufte das Unternehmen 9,4 Mio Stammaktien im Wert von 153,3 Mio Dollar zurück.
Im zweiten Quartal betrugen die weltweiten Brutto-Verkäufe der Mattel Girls and Boys Brands 609,6 Mio US $, 8% mehr als noch vor einem Jahr. Der Umsatz mit Barbie® Produkte sank international um 1%. Die übrigen Girls Brands verloren 1%, trotz des andauernden Wachstum von Pixel Chix™ und Polly Pocket!™. Weltweite Umsätze aus der Wheels Warengruppe (Hot Wheels®, Matchbox® und Tyco® R/C) sanken um 6% während das Entertainment-Segment einschließlich Spiele und Puzzles ein Plus von 38% verbuchte. Das ist hauptsächlich dem Start der CARS und Superman™ Serien zu verdanken.
Die Fisher-Price Produkte (Fisher-Price®, Little People®, Rescue Heroes® und Power Wheels®) erzielten Umsätze von 365,7 Mio US $, das entspricht einem Anstieg von 8% im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlen sind ein deutliches Zeichen für die steigende Beliebtheit der Kernmarken Fisher-Price® und Power Wheels® und spiegeln außerdem das starke Wachstum der Fisher-Price® Friends auf dem internationalen Markt wider.
Das „American-Girl“ Segment mit Lizenz-Produkten zu American Girl® kam auf Umsätze von 61,6 Millionen US $, ein Plus von 5% gegenüber 2005, nicht zuletzt dank der Umsätze des dritten „American Girl Place Store“, der im April 2006 in Los Angeles eröffnet wurde.
