LIMA veröffentlicht Harvard/Yale Studie
Um sich auf dem hart umkämpften Markt von den anderen abzuheben, zahlten im Jahr 2005 die Unternehmen in den Vereinigten Staaten Lizenzgebühren in Höhe von insgesamt 5,952 Milliarden US $ - 1,8 Prozent mehr als im Jahr 2004. Das verkündete die LIMA (International Licensing Industry Merchandisers’ Association) anlässlich der Eröffnung der diesjährigen LICENSING 2006 international, der weltweit größten Fachmesse der Lizenzindustrie. Die Angaben basieren auf der achten Jahresstudie, die die LIMA bei der Yale School of Management und der Harvard Business School in Auftrag gab.
Erstmalig in der Geschichte der Umfrage wurde in allen Kategorien der Lizenzbranche ein Wachstum zum Vorjahr registriert. Hier die wichtigsten Eckdaten:
- Die Branche verzeichnet ein Gesamtwachstum an Lizenzeinnahmen von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
- Vorherrschende Kategorie bleibt das Entertainment/Character Licensing mit einem Markt-Anteil von 44%. Trademarks/Brands folgen auf Platz 2 mit 18%. Drittgrößte Kategorie wird das Geschäft mit Lizenzen aus der Fashion- und Sport-Branche mit 14%.
- Das stärkste Wachstum verzeichnet 2005 mit insgesamt 15% die Kategorie Home Décor und Haushaltswaren.
- Im Einzelnen steigen die Lizenz-Einnahmen wie folgt:
- Entertainment/Characters – Zuwachs von 61 Millionen auf 2,62 Milliarden US $ (+2.4. %)
- Trademarks/Brands – Ein Plus von 5 Millionen auf insgesamt 1,08 Milliarden US $ (+0.5%)
- Musik – Anstieg um 6 Millionen auf 128 Millionen US $ (+4.9%)
- Kunst – Zuwachs von 5 Millionen auf 175 Millionen US $ (+2.9%)
- Non-Profit – Mehrgewinne von 2 Millionen bei insgesamt 43 Millionen US $ (+4.8%)
„Erstmal seit Einführung der Studie verzeichnen wir ein Wachstum in allen Lizenzkategorien. Das sind überragende Neuigkeiten für die Branche.” verkündete Charles Riotto, Präsident der LIMA. „Dieser Anstieg ist Indikator für einen allgemeinen Trend, der sich abzeichnet: Das Lizenzgeschäft sichert vielen Branchen eine nachhaltige und strategische Einnahme-Quelle. Die Industrie wird immer noch durch den Handel mit Entertainment-Lizenzen dominiert. Aber wir können beobachten, dass immer weniger Firmen auf das schnelle Geld setzten. Dafür entwickeln immer mehr Unternehmen langfristige Geschäftskonzepte, basierend auf Image-Marken und Franchising. Dadurch gewinnt die Branche an Stabilität.“
Die Zahlen der LIMA basieren auf einer direkten Abfrage der realen Einnahmen von Lizenzgebern und Lizenzagenturen im Jahr 2005. Ziel dieser achten Jahresstudie der LIMA ist es, verlässliche Daten über die Entwicklungen der Lizenzbranche zu gewinnen. Die Umfrage-Ergebnisse erlauben es den Marktteilnehmern, Trends und Wachstumssektoren zu erkennen und vielversprechende Strategien für die Zukunft zu entwickeln.
Geschätzte Lizenz-Einnahmen in den USA nach Lizenz-Kategorien (in Millionen US-Dollar)
(Entertainment/ TV/ Movie) 2.565 2.626 + 2,4 % Hochschul-Lizenzen 201 203 + 1,0 % Fashion 814 822 + 1,0 % Musik 122 128 + 4,9 % Non-Profit
(Museen, Wohltätigkeitsorganisationen) 41 43 + 4,8 % Sport
(Vereine, Individuen) 795 810 + 1,9 % Trademarks/Brands 1.081 1.086 + 0,5 % Publishing 41 41 + 0,0 % Andere 15 18 + 16,7 % Insgesamt 5.845 5.952 + 1,8 %
