Die Jury Spiel des Jahres hat heute in Berlin die Preisträger für den weltweit bedeutendsten Spielepreis bekannt gegeben. Der Kritikerpreis Spiel des Jahres 2005 wurde zum 27. Mal (erstmals 1979) durch eine unabhängige Jury von Fachjournalisten gekürt. Dem elfköpfigen Gremium gehören drei Frauen und acht Männer an, darunter neun Deutsche und zwei Schweizer. Das „Kinderspiel des Jahres 2005“ wurde zum fünften Mal vergeben, abgestimmt haben dabei drei Jury-Mitglieder sowie ein vierköpfiger Beirat.
„Niagara“ ist das Spiel des Jahres 2005
„Niagara
besticht durch seinen originellen Mechanismus, der ein fließendes Gewässer
mitten auf dem Spieletisch simuliert. Die Jagd der kleinen Boote nach farbigen
Diamanten und die Angst vor dem Absturz am Wasserfall halten 3 bis 5 Mitspieler
in Spannung und vermitteln ein intensives Spielerlebnis.
Niagara ist damit ein idealer Botschafter für die Idee des
Brettspiels“, begründete Uwe Petersen, Sprecher der Jury, die
Wahl. Erschienen ist das Spiel im Münchner
Zoch-Verlag, Autor ist der Schwabe Thomas Liesching aus
Großbottwar bei Stuttgart.
NiagaraArt.Nr.: 24900
Zoch Verlag
Bloß nicht abstürzen! Die Spieler befahren mit ihren Kanus den „Niagara“ und laden die am Ufer liegenden Diamanten auf. Sind die Boote voll, geht es so schnell wie möglich zurück zur Anlegestelle. Doch die Zugweiten sind begrenzt, im Wasser lauern Diamantenräuber und womöglich verschlechtert sich in diesem Moment auch noch das Wetter und treibt die Kähne Richtung Wasserfall. Niagara ist ein, rasantes, ausgesprochen schön gestaltetes dreidimensionales Familienspiel. Die durchsichtigen Flussscheiben, die je nach Strömungsgeschwindigkeit immer wieder neu auf den Spielplan geschoben werden, sorgen ständig für Aufregung.
- für 3 - 5 Spieler ab 8 Jahren
- ca. 45 Minuten
- ca. 30 Euro (Verkaufspreis)
Auch die übrigen vier Titel, die zusammen mit
Niagara nominiert waren, haben das Zeug, als Botschafter für das
gute Spiel zu wirken. Es sind dies Himalaya von Régis Bonnessée (Tilsit
Èditions), „In 80 Tagen um die Welt“ von Michael Rieneck
(Kosmos), „Jambo“ von Rüdiger Dorn (Kosmos) und Verflixxt! von Wolfgang Kramer und Michael
Kiesling (Ravensburger).
Damit präsentiert sich 2005 als ausgesprochen abenteuerlicher Jahrgang.
„Das kleine Gespenst“ ist das Kinderspiel des Jahres 2005
„Das kleine Gespenst ist eine gelungene Mischung aus Gedächtnis- und
Geschicklichkeitsspiel. Es ist liebevoll mit den Original-Illustrationen des
Kinderbuches von Otfried Preußler bebildert. Stimmungsvoll setzt der Verlag die
literarische Vorlage spielerisch um. Eine abwechslungsreiche Herausforderung,
der sich Kinder, Eltern und Großeltern immer wieder gern stellen werden“,
begründete Wieland Herold, der Koordinator Kinderspiel des Jahres, die
Wahl. Erschienen ist das Spiel für zwei bis vier Spieler ab fünf Jahren im Kosmos-Verlag
Stuttgart. Autor ist der Osnabrücker Kai Haferkamp.
Das kleine Gespenst
„Das kleine Gespenst“ möchte seine Freunde besuchen, die hinter zwölf Türen mit magnetischen Schlüssellöchern versteckt sind. Die große Uhr zeigt an, wen es finden muss. Mit einem magischen Schlüsselbund lassen sich die Türen öffnen. Für jeden gefundenen Freund gibt es eine Kanonenkugel-Murmel zur Belohnung. Die Kugeln müssen im Schachteldeckel in Löcher gekullert werden. Wer seine acht Kugeln als Erster los ist, hat gewonnen. „Das kleine Gespenst“ ist eine gelungene Mischung aus Gedächtnis- und Geschicklichkeitsspiel. Es ist liebevoll mit den Original-Illustrationen des Kinderbuches von Otfried Preußler bebildert.
- für 2 - 4 Spieler ab 5 Jahren
- ca. 20 Minuten
- ca. 35 Euro (Verkaufspreis)
Das kleine GespenstArt.Nr.: 696443
Kosmos Verlag Neben dem Hauptpreisträger waren vier weitere Titel zum „Kinderspiel des Jahres 2005“ nominiert. In Daddy Cool (Huch) von Heinz Meister übernimmt einmal ein Papa die Hauptrolle in einem wagemutigen Brettspiel. Ein märchenhaft schönes Spiel ist Mago Magino (Selecta) von Reiner Knizia. Schildi Schildkröte (HABA) von Ronald Hofstätter bietet eine ganze Spielesammlung mit rollenden Schildkröten. Um diese gepanzerten Tiere geht es auch in Reiner Knizias Schildkrötenrennen (Winning Moves).
Live-Ticker überlastet
Erstmals sollte die Preisverleihung durch einen Live-Ticker im Internet auf der Homepage der Jury übertragen werden. Dabei waren die Zugriffszahlen auf der Homepage bereits kurz vor Beginn so hoch, dass der Server trotz großzügiger Planung damit nicht zurecht kam. Der Verein Spiel des Jahres verspricht, 2006 für alle einen Zugang sicher zu stellen.
Broschüre „Ausgewählte Spiele“ erscheint im September
Auch in diesem Jahr wird die Jury wieder ihre Broschüre „Ausgewählte Spiele“ veröffentlichen. In diesem ca. 40-seitigen Heft sind alle Preisträger und Nominierten in Bild und Beschreibung zu sehen. Zudem beinhaltet die Broschüre auch alle 18 auf der Empfehlungsliste der Jury genannten Spiele. Das Heft erscheint Anfang September und ist dann bei der Geschäftsstelle und auf Messeständen der Jury sowie zum Download auf unserer Homepage erhältlich.
