Ein in typischer Zochmanier gestaltetes Spiel ist das neue "Aquileia" von Zoch. Dennoch sticht es aus dem Programm des Münchner Verlags deutlich heraus: Es bietet weit mehr als ein Familienspiel. Der "Vielspieler" hat seine wahre Freude daran, ebenso wie der "Wenigspieler".
Kämpfen und handeln für Ruhm und Ehre: „Aquileia“, eine bedeutende Handelsstadt in der Antike, ist Treffpunkt berühmter Gladiatoren. Hier fechten sie ihre Kämpfe aus, bestreiten Wagenrennen und mehren ihren Wohlstand mit lukrativen Handwerksbetrieben. Mit dem so erworbenen Reichtum können sich die Gladiatoren Baugrundstücke zur Errichtung herrschaftlicher Villen sichern. Nicht-Spieler haben Spaß, denn der Einstieg ist schnell geschafft. Der Zocker schaut sich rechtzeitig nach Sklaven und Geld um. So die „Hör Zu“ in ihrer aktuellen Weihnachtskritik.
Das Spiel gehört ins Genre der „Worker-Placement-Spiele“. Entsprechend dieser Logik entscheiden sich die Spieler zu Beginn jeder Spielrunde für Aktionsbereiche, in denen sie sich engagieren möchten: auf dem Markt, in der Arena, auf der Rennbahn oder im Geschäftsviertel. Hier liefern sich die Spieler spannende Würfelduelle, trickreiche Versteigerungswettbewerbe und strategische Rangeleien, bei denen sich Glück und Taktik auf raffinierte Weise die Waage halten. In rund 90 Minuten haben die Spieler ein feines Stück aus der Antike gespielt – mit all diesem Spielereichtum, dauern manch andere Spiele eine Stunde länger, wissen die Vielspieler.
„Aquileia“ ist ein mit viel Spielmaterial üppig ausgestattetes Spiel der italienischen Autorengruppe CIELO D’ORO – eine gelungene Mischung aus Strategie und Würfelglück.
Aquileia – ein „Worker-Placement“-Strategiespiel
Autor: CIELO D’ORO, Autorengruppe aus Italien
Für 3 bis 5 Spieler ab 12 Jahren
Grafik: Geoffrey Cram/Victor Boden
Spieldauer: zirka 90 Minuten
Preis: zirka 30 Euro

