2001 – 2010: Zehn Jahre „Kinderspiel des Jahres“
Der Preis „Kinderspiel des Jahres“ ist eine Erfolgsgeschichte, die sich auch im Jubiläumsjahr 2010 fortsetzt. Dafür garantieren die sehr guten Spiele unter den nominierten und empfohlenen. Erneut erfüllen Autoren und Verlage im besonderen Maße die Kriterien, die sich die Kinderspieljury wünscht: Gut strukturierte eingängige Regeln, eine ansprechende kindgerechte Gestaltung der Spiele und innovatives Spielmaterial mit hohem Aufforderungscharakter. Und das Entscheidende: Alle Spielideen sind originell und reizen zur häufigen Spielwiederholung.
Für die Wahl zum „Kinderspiel des Jahres 2010“ waren drei Mitglieder der Jury sowie drei Beiräte stimmberechtigt. Aus allen Neuerscheinungen im Bereich der Kinderspiele - des laufenden und des vorangegangenen Kalenderjahres - beurteilte und wählte die Jury Spiele nach folgenden Kriterien: Spielidee (Spielspaß, Originalität, Spielwert), Regelgestaltung (Aufbau, Übersichtlichkeit, Verständlichkeit), Design (Funktionalität, Verarbeitung) und Layout (Karton, Spielplan, Regel). In einer Vorauswahl waren bereits Ende Mai fünf Spiele nominiert worden. Nun verkündete die Jury am 2. August in Hamburg den Preisträger 2010. Das HABA-Spiel "Diego Drachenzahn" von Manfred Ludwig ist der diesjährige Gewinner des Kritikerpreises. Die Jury „Spiel des Jahres“ zeichnete HABA bereits zum 3. Mal aus, damit ist HABA der erfolgreichste Kinderspiele-Verlag in der 10-jährigen Jurygeschichte.
von Manfred LudwigVerlag: HABA
- 2 - 4 Spieler
- ab 5 Jahren
- ca. 15 Minuten
- ca. 20 Euro
Zum Spiel: Wer ist der geschickteste Feuerspucker und gewinnt den feurigen Drachenwettkampf?
Verfaucht noch mal! Drache Diego hat das Ziel verfehlt. Seine Feuerkugel hat den Hut von Onkel Dragobert in Brand gesteckt – ausgerechnet beim großen Wettbewerb der Feuerdrachen. Welches Ziel wollte er treffen? Während die anderen Drachen noch rätseln, feuert Diego wieder los. Ob die Kugel diesmal in die richtige Bahn kullert? Egal - solange Diego den anderen Drachen glaubhaft vorgaukeln kann, dass die soeben abgefeuerte Kugel exakt dort landete, wo er sie hinhaben wollte! Denn auch Diegos Konkurrenten sind keine Meisterschützen und verfehlen oft genug ihr Ziel. Deshalb gewinnt bei diesem pfiffigen Geschicklichkeits-Bluff-Spiel nicht unbedingt der beste Schütze, sondern jener Spieler, der die anderen häufig an der Nase herumführt.
Begründung der Jury: Die gelungene Mischung sorgt für hohen Spielwert
Das Spiel lädt ein zum Feuerspucker-Wettbewerb. Keine Angst, das Kinderzimmer geht nicht in Flammen auf - die Feuerkugeln sind aus Glas. Was die kleinen Drachen aber beherrschen und lernen sollten, sind Treffsicherheit und Raffinesse, denn Mitspieler reinzulegen, gehört zu den Spielregeln. Die gelungene Mischung aus Geschicklichkeit, Bluff und Einschätzungsvermögen - gepaart mit schöner Aufmachung - sorgen für hohen Spielwert.
Der Autor
Der frühere Gymnasiallehrer Manfred Ludwig (Jahrgang 1936) wurde durch das Spielen mit seinen Kindern zum Spieleerfinden inspiriert. Mit Erfolg: Der gebürtige Münchner und seit 1964 in Regensburg lebende Autor gewann mit „Viva Topo!“ den Preis „Kinderspiel des Jahres 2003“. Beim Testen von Prototypen erhält er mittlerweile Unterstützung von fünf Enkelkindern.
Der Grafiker
Der gebürtige Münchner Peter Braun (Jahrgang 1970) studierte Illustration an der Fachhochschule Hamburg. Auch heute lebt er noch in der Hansestadt und gehört zum „Atelier Amaldi“. Sein Schwerpunkt sind Illustrationen für Kindersachbücher.
Der Verlag
HABA bezeichnet sich selbst als „Erfinder für Kinder“. Neben Kinder- und Familienspielen hat das Unternehmen Habermaaß aus Bad Rodach zum Beispiel auch Babyspielzeug und Wohnideen fürs Kinderzimmer im Programm. Im Jahr 2001 gewann der Verlag mit „Klondike“ den damals zum ersten Mal vergebenen Preis „Kinderspiel des Jahres“. Eine Wiederholung gelang 2006 mit „Der schwarze Pirat“.
