Mit „Wer Wirr Was“ veröffentlicht der österreichische Spieleverlag Piatnik ein erfrischend anderes Merkspiel für die ganze Familie ab acht Jahren. Einfach erklärt, aber durchaus herausfordernd im Verlauf, sorgt der kooperative Spaß rund um das Merken und Wiedergeben skurriler Minigeschichten für unbeschwerte gemeinsame Zeit am Spieltisch. Fantasievolle Eselsbrücken und gute Kommunikation helfen dabei, die per Zufallsprinzip entstandenen, durchwegs kuriosen Sätze wortgetreu wiederzugeben und damit zu punkten.
„Die Meerjungfrau heiratet die Waschmaschine“ und neun weitere sinnbefreite Sätze gilt es, sich gemeinsam gut einzuprägen. Sie entstehen durch das Aufdecken von Karten der nebeneinanderliegenden Kategorienkartenstapel namens „Wer“, „Wirr“ und „Was“. Damit das gelingt, dürfen verschiedene Merkstrategien wie etwa Eselsbrücken angewendet werden. Reden ist also erlaubt bzw. sogar erwünscht, Aufschreiben oder gar Abfotografieren hingegen nicht.
Wie gut das Einprägen gelungen ist, offenbart sich in Phase 2 beim Wiedergeben der Minigeschichten. Dafür gibt es genau drei Versuche. Für des Rätsels Lösung wird zunächst die oberste Karte vom linken Stapel, im Beispiel „Die Meerjungfrau“, aufgedeckt. Nun darf munter diskutiert werden, wie der Satz weitergeht, ehe zur Kontrolle die restlichen Karten dieser Minigeschichte aufgedeckt werden. Alles richtig? Dann geht’s gleich direkt weiter mit dem Erinnern an den nächsten Satz und das Team kommt dem Sieg einen Schritt näher. Stimmt etwas nicht, werden die Karten für den späteren erneuten Versuch zur Seite gelegt. Dabei wird allerdings die zweite Karte aufgedeckt, also der mittlere Teil des gesuchten Satzes. Klappt es wieder nicht, folgt beim dritten und letzten Versuch das Satzende – im Beispiel oben „die Waschmaschine“ als Gedankenstütze.
Wer es gern anspruchsvoller mag, kann sich entweder mehr als zehn Sätze vornehmen oder die Profi-Variante mit einer zusätzlichen vierten Kategorie spielen. Dabei werden die Minigeschichten länger, beispielsweise „Der Außerirdische tanzt um die Essiggurke wie jeden Morgen“. Echte Profis schaffen problemlos zwölf und mehr Sätze dieser Art.
„Wer Wirr Was“ ist eine tolle und vor allem amüsante Möglichkeit, um Konzentration und Merkfähigkeit auf spielerische Art zu trainieren. Durch die 148 Karten entstehen unzählige witzige Kombinationen, die in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden mit etwas Übung in rund 15 Minuten bewältigt werden können – gemeinsam oder in der Solovariante.
