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Wo bitte geht’s ins Metaverse?

Wo bitte geht’s ins Metaverse?
J. Meister

400 Besucher bekommen beim ersten Markenfestival in Düsseldorf Einblicke in die neuesten Trends und Entwicklungen rund um die digitalen Paralleluniversen.

Doch – wo ist der Eingang? Die Frage, die Marken und Branchen und ganze nicht-nativ-digitale Generationen bezüglich des Metaverse umtreibt, beschäftigte die Besucher des Markenfestival zunächst ganz trivial bei der Anfahrt zur Location. Ein bisschen war die Suche nach dem Eingang nämlich Programm.
Dass es nicht das Eine Metaverse, sondern viele einzelne Parallelwelten, eingebettet in Spiele-Engines gibt, wird hier wohl auch dem Letzten klar. Ein geschickter Zug im Ringen um Deutungshoheit und Vormachtstellung war da wohl die Umbenennung des Facebook-Konzerns in „Meta“ – denn so vermutet jeder, der neu auf das Thema stößt hier den alleinigen Zugang.

Dass einige Marken bereits recht erfolgreich Gehversuche in den verschiedenen Metaversen machten, zeigen die zahlreichen Präsentationen im Stadion von Fortuna Düsseldorf – mit der Hauptbühne am heiligen Grün der Spielstätte.

Beim ersten von ESB Marketing Netzwerk und D.LIVE präsentierten Markenfestival in der MERKUR SPIEL-ARENA in Düsseldorf berichteten 60 Top-Speaker über die aktuellsten Entwicklungen rund um die digitalen Paralleluniversen, in denen verschiedene Aktivitäten wie Einkaufen, Arbeiten, Spielen oder Reisen möglich sind. Auf vier Bühnen wurden Trends diskutiert und Entwicklungen vorgestellt. Marken wie Vodafone, PwC, Nissan, Meta, Kaufland oder Hewlett Packard Enterprise präsentierten ihre Strategien im Umgang mit der neuen virtuellen Welt.

„Das Metaverse hat ein Riesenpotenzial“

Die Entwicklung des Metaverse ist in den vergangenen Jahren rasant vorangeschritten – und erwartet wird, dass sie in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird. „Für Brands wird es künftig von großer Bedeutung sein, wie sie die Vielzahl von Möglichkeiten des Metaverse für sich und ihre Zwecke nutzen. Diejenigen, die jetzt einsteigen, legen die Basis für eine Zukunft, in der sich immer mehr Menschen und Brands im Metaverse tummeln werden“, sagt Marc Herron, Head of Strategy von Sparks, dessen Agentur in den USA ganzheitliche Markenerlebnisse im Metaverse entwickelt.

Über die Chancen für Marken, die sich als „frühe Mover“ auf dem Weg ins Metaverse ergeben, sagt Lisa Dauvermann, Head of Commerce Platforms bei Meta (Facebook):
„Das Metaverse ist die Weiterentwicklung des Internets und hat ein Riesenpotenzial. Gemeinsam wollen wir daran arbeiten, dass sich ein neues Ökosystem entwickelt. Wir bleiben nicht stehen, sondern kreieren einen Mehrwert, der das digitale Leben unter dem Strich einfacher machen soll.“

Christian Maier, Head of Integrated Channel Management bei Vodafone Deutschland, sieht in den Möglichkeiten des Metaverse nicht nur für Kommunikationsunternehmen eine große Chance, die es zu nutzen gilt: „In den nächsten Jahren wird das Thema Metaverse für Unternehmen aus allen Branchen stetig und massiv an Bedeutung gewinnen. Das, was wir gerade erleben, ist erst noch eine Transformationsphase.“

Auch im Bereich Stadtmarketing und Tourismus nimmt das Metaverse zunehmend eine wichtigere Rolle ein, wie Armin Möller, Leitung Daten & Innovation bei Tirol Werbung, erklärt: „Es braucht ein neues Zielgruppensystem, das Motive der Konsument:innen und ihr Verhalten miteinbezieht. Das ,Warum‘ ist das neue ,Wohin‘.“

Thema „Kids“ on stage

Das Markenfestival fand dieses Jahr erstmals statt – hervorgegangen ist es aus dem Kongress „Kids.Teens.Marke.“

Auf einer vergleichsweise kleinen aber feinen Bühne wurden in Showcases und Panels aktuelle Entwicklungen im Bereich Kindermarke – und Kommunikation mit Communities dargelegt.

Der Onlinehändler littlehipstar faszinierte beispielsweise mit einer sehr nahbaren und kurzweiligen Fail-and-success-story. Und genau diese Nahbarkeit war es, die auch das anschließende Panel erörterte: Zukunftsfähige Brands brauchen aktives Engagement mit der Community, sind transparent und nahbar – und müssen nicht perfekt sein.

Diese These wurde in einer weiteren Session von VertreterInnen der Marken Aumio, tonies und echte mamas weiter erörtert und gestützt.

Positives Fazit

Auch Christian Poschmann, Executive Director Corporate Events bei D.LIVE, zog ein positives Fazit: „Wir sind sehr zufrieden mit der Erstauflage des Markenfestivals. Die MERKUR SPIEL-ARENA hat mit der Ausrichtung wieder einmal ihre Vielseitigkeit und Flexibilität bewiesen. Dass wir dieses Event mit vier verschiedenen Bühnen und der dazugehörigen Ausstellungsfläche auf diese Art und Weise durchführen konnten, zeigt die Variabilität der Arena, die sie zu einem perfekten Veranstaltungsort macht.“ Das Markenfestival soll in Zukunft ein Treffpunkt für Enthusiasten und Experten werden, um über die Zukunft des Metaverse zu diskutieren.

Das nächste Markenfestival findet am 20. September 2023 in Düsseldorf statt.