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Wie das Social Media Marketing für Kinder von der Corona-Krise profitiert!

Wie das Social Media Marketing für Kinder von der Corona-Krise profitiert!

„Nicht erst durch den Ausbruch des Corona-Virus verändert sich die Marken-Kommunikation: Schon seit Längerem werden althergebrachte Muster hinterfragt, manche Werbeformen fallen weg und neue kommen hinzu. Die Corona-Krise wird in vielerlei Hinsicht eine klare Grenze zwischen dem Vorher und dem Nachher sein. Auch in der Marken-Kommunikation? Ich habe da so meine Zweifel – besonders in einem bestimmten Bereich: Social Media.“  Ein Gastbeitrag von Rolf Kosakowski, Geschäftsführer von KB&B – Family Marketing Experts.

Die User-Sicht

Wir, die Erwachsenen, haben die sozialen Netzwerke erfunden. Intensiv genutzt werden sie aber vor allem von den jüngeren Generationen. Und zwar in einer Art und Weise, die – gerade wenn es um die neuen Plattformen wie Instagram oder TikTok geht – wir meist schon gar nicht mehr nachvollziehen können. Nicht selten ist deshalb das “Wie“, “Warum“ und “Wie lange“ der Auslöser von Konflikten zwischen Kindern und Eltern. Doch die Corona-Krise und insbesondere die Ausgangsbeschränkungen versetzen uns alle in die gleiche Lage: Nämlich dass die sozialen Medien eine der wenigen Möglichkeiten sind, um mit der “Welt da draußen” in Kontakt zu bleiben. Das führt unweigerlich dazu, dass Eltern den Wert, den Social Media für ihre Kinder hat, nun besser verstehen können. 

Es macht sich allmählich die Erkenntnis breit, dass es eben nicht nur um stumpfsinnigen Konsum von Content geht, wenn die Kinder vor dem Bildschirm oder dem Smartphone sitzen. Im Gegenteil: Social Media ist, das belegt unsere KB&B-Corona-Studie, der bevorzugte Anlaufpunkt für Kinder, wenn es um Informationen zur Corona-Krise geht. Analog dazu folgen auch Erwachsene der Tagesschau und Co., um schnelle Nachrichten-Updates, beispielsweise im eigenen Instagram-Feed, zu erhalten und Nachfragen direkt in den Kommentaren zu stellen. Natürlich findet auch Unterhaltung auf Social Media statt; gerade dann, wenn das Social Distancing die normalen Formen des zwischenmenschlichen Kontakts verbietet. TikTok verzeichnet gerade einen regelrechten Boom – auch bei Menschen, die eigentlich nicht die originäre Zielgruppe der Video-App waren. Der Community-Gedanke, der entscheidende Faktor bei allen Plattformen, ist im Moment enorm wichtig. Und zwar unabhängig vom Alter der Nutzer*innen. Was ich damit ausdrücken möchte: Wir alle werden Social Media aus User-Sicht besser verstehen, weil wir es verstärkt nutzen. 

Die Entscheidersicht

Aus der verstärkten Nutzung und dem besseren Verständnis sollte ein Schluss resultieren: Social Media ist kein temporäres Phänomen! Davon sprechen wir eigentlich schon seit Jahren. Und ich wünsche mir, dass wir nach Corona diese Diskussion endlich nicht mehr führen müssen. Brands müssen Social Media denken und zwar nicht mehr nur als Teil des Marketings, den man “eben auch noch mitmacht”, weil es modern ist. Social Media muss der Dreh- und Angelpunkt der Marken-Kommunikation sein – insbesondere, wenn es um die Kommunikation mit Kindern geht!  

Bei der Kommunikation mit Kindern sind Erlebniswelten der Schlüssel zum Erfolg, also umfassende und integrierte Konzepte, die die Kinder im wörtlichen Sinne auf eine Fantasiereise mitnehmen. Social Media bietet sich dafür idealtypisch an: Zum Beispiel durch die unterschiedlichen Erzählformen, also Bild, Text, Video, Audio, die beliebig miteinander kombiniert werden können. Auch bietet sich eine Cross-Nutzung an, also das Verknüpfen der unterschiedlichen Kanäle. Inhalte können dann gegenseitig aufeinander verweisen und die User weiterleiten. Auch Websites und Podcasts können problemlos eingebunden werden, um gehaltvolles Content Marketing in einer Erlebniswelt zu ermöglichen.

Wichtig ist an dieser Stelle: Es kommt auf die Interaktion mit den Usern an! Social Media ist keine Einbahnstraße, stattdessen ein Hin und Zurück. Es geht eben nicht darum, Plakate und Werbeanzeigen zu gestalten, zu buchen und den Erfolg dann anhand der Absatzzahlen abzuleiten. Stattdessen sollten Brands Content anbieten, den User annehmen und die Reaktion wieder zurückspielen – Interaktion! 

Das große „Aber eigentlich“.

Ist all das, was ich eben beschrieben habe, wirklich neu? Nein. Die Werkzeuge sind schon lange verfügbar und auch in Gebrauch. Die Hausaufgabe war schon immer die Beantwortung von Fragen wie diesen: Wer ist die Zielgruppe? Was sind die Botschaften? Wie werden sie verpackt? Auf welchen Kanälen werden sie gesendet? Diese Fragen mussten schon immer richtig beantwortet werden, damit Social Media Kampagnen erfolgreich sein können. Und daran wird sich nichts ändern, auch wenn die Corona-Krise überstanden ist. 

Verändert die Corona-Krise nun also die Marken-Kommunikation? Ebenfalls Nein. Zumindest nicht an der Oberfläche. Ich hoffe allerdings, dass das bessere Verständnis (aus User-Sicht, übertragen auf die Entscheidersicht) dazu führt, dass die Potenziale noch stärker gesehen werden und Social Media zum integralen Bestandteil von Marken-Kommunikation wird.