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Weihnachtswerbungen 2021

J. Meister

Die Weihnachtszeit des „zweiten besonderen Jahres“ ist eingeläutet. War das vergangene Weihnachtsfest geprägt von Lockdown und Aussichtslosigkeit, gepaart mit Unbehagen und Unmöglichkeit, die Familie zu sehen, sieht es momentan wieder so aus, dass womöglich Einschränkungen drohen. Für Industrie und Handel ist jedoch eine ganze Menge anderer Unsicherheiten und Herausforderungen hinzu gekommen. Von nicht lieferbaren Produkten über schwierige strukturelle Veränderungen im Handel bis hin zu irrwitzigen Preissteigerungen und geändertem Konsumverhalten ist alles dabei.

Was das konkret fürs Weihnachtsgeschäft heisst, wird man wohl in Gänze erst in der Nachlese sehen. Wie aber geht man als Hersteller und Handel kommunikativ mit den Besonderheiten um – und wie sieht dann ein Weihnachtsspot aus?

Die ersten Weihnachtswerbungen – vor allem aus dem englischsprachigen Raum – sind da. Und wie immer sind sie eine tolle Einstimmung auf die Festtage.

Otto übt sich in Heimlichkeit – und schürt erste Vorfreude. Von einzelnen Produkten hält sich der Versender erst mal fern. Ob es zum neugierig machen ist – oder aufgrund der Warenverfügbarkeit?

Auch Tchibo freut sich schon vor. Hier werden auch schon erste konkrete Produkte gezeigt.

Und auch in der Schweiz läuft man sich schon mal warm. Und wird eindeutig emotionaler als die deutschen Kollegen.

MIGROS schickt eine Drohne namens Robin ins Rennen, die einsame Menschen durch absichtliche Falschlieferungen zueinanderbringt. Einsamkeit ist ein großes Problem in der Schweiz – der Spot soll sensibilisieren für Mitmenschen, sie gerade in der Weihnachtszeit nicht zu vergessen.
«Es hat schon seit mehreren Jahren Tradition, dass sich die Migros für ein stärkeres Miteinander engagiert und nicht ausschliesslich den kommerziellen Erfolg in den Fokus stellt», wird Michel Noverraz, Senior Projektleiter Campaigning, zitiert. «Corona hat die soziale Isolation durch alle Altersschichten nochmals verschärft – und darauf möchten wir hinweisen.»

 

Freude und Optimismus strahlen auch die Weihnachtswerbungen aus dem englischen Sprachraum aus, die traditionell mit großen Kampagnen vorgelegt haben. Die zentrale Aussage: Nach einem recht einsamen und schwierigen Weihnachten 2020 schauen wir hoffnungsvoll auf ein gewohntes friedvolles Fest im Kreise der Liebsten.

M&S feiert am Liebsten ungewöhnlich und überschwänglich.

 

Und auch Coca Cola zelebriert das Phantastische und Verbindende am Fest – ebenfalls mit Blick auf alleinstehende Menschen, die beim Fest integriert werden sollen:

Aufeinander zu achten, den Nächsten wahrnehmen und zu integrieren – das ist auch Amazon in seiner Weihnactsmessage wichtig. Es wird emotional und persönlich.

Angesichts steigender Kosten allerorten und Schwierigkeiten der Warenverfügbarkeit lehnt sich LIDL UK mit Niedrigpreisversprechen zum Fest aus dem Fenster… und wirkt unserer Meinung angesichts wachsender Massenkonsumkritik und Umweltdebatten ein wenig aus der Zeit gefallen.

John Lewis dagegen setzt auf das bewährte Konzept der hyper-emotionalen Story – und erzählt die Freundschaft zwischen Erdling und Weltraumbewohnerin:

 

Mit Witz und wahrer Freude zeigt sich das Disneyland Paris auf Twitter – anklicken lohnt sich definitiv:

 

Und last but not least hat sich LEGO bereits mit einem Weihnachtsspot aufs Tableau gewagt und erzählt eine ebenso phantastische Geschichte, erträumt durch das Spiel mit Klemmbausteinen.