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Selbstführung – der Nextleader

Selbstführung – der Nextleader

Die Führungskraft von morgen ist zuerst Führungskraft für das eigene Selbst

Zu viele talentierte Führungskräfte sind in der Vergangenheit an sich selbst gescheitert. Teils waren es Verhaltensweisen (z.B. übertriebene Großzügigkeit oder Zurückgezogenheit), die immer wieder die gleichen Fettnäpfchen aufsuchten; teils waren es die Emotionen, die mit der Führungskraft machten, was sie wollten (anstatt umgekehrt). In vielen Fällen waren die körperlichen Befindlichkeiten der Engpassfaktor; einfach zu lange wurden sie missachtet.

Das Schicksal kümmert es indes gar nicht, ob die Ursache des Scheiterns im privaten oder beruflichen Umfeld zu finden ist – die aus der gesunden Balance gebrachte Person kommt meist in beiden Bereichen nicht mehr so gut voran, wie es ihr Potenzial versprochen hat.

Deswegen muss die Führungskraft von morgen (im Nachfolgenden auf „nextleader“ genannt) zuallererst ein Experte für das eigene Selbst sein und gelernt haben, dieses komplizierte Gebilde zu führen.

Sie ist in der Lage, sein Denken, Fühlen und Handeln in eigener Regie

  • zielorientiert zu steuern
  • absichtsvoll zu verändern
  • wirkungsvoll zu kontrollieren und
  • wertebezogen weiterzuentwickeln.

(vgl. Müller/Braun: Praxisfeld Selbstführung)

 

Aus dieser Definition wird deutlich: Selbstführung geht weit über Zeit-/Ziel- und Selbstmanagement hinaus. Insbesondere der Aspekt der Wertebezogenheit weitet den Blick erheblich. Sich selbst führende Menschen sorgen demnach dafür, dass sie Situationen antreffen oder gestalten, in welchen sich ihre Werte möglichst gut entfalten können.

Es ergeben sich vier Dimensionen der Selbstführung:

In Anlehnung an Prof. G. Müller / Persolog GmbH: Selbstführungsprofil

 1. Kognitive Selbstführung

Wie klar weiß ich, was ich will und wie ich es anpacken möchte? Und: Wie gut kann ich dieses Wollen trotz widerstrebender Strömungen („Aufschieberitis“ oder andere „Verlockungen“) durchsetzen. Der nextleader hat eine klare Zielvorstellung für sich und versteht es, diese situationsrichtig und strategisch umzusetzen.

2. Psychische Selbstführung

Wie gut kann ich meine Emotionen steuern? Gehen diese (oder der vielzitierte Gaul) manchmal mit mir

durch? Wie kann ich meine inneren Befindlichkeiten auf der einen Seite wahrnehmen und wertschätzen, andererseits aber hinderliche Außenwirkungen vermeiden? Der nextleader ist ein Experte für sein „Inneres Team“ und versteht es, Wirksamkeit und Echtheit miteinander zu vereinen.

3. Verhaltensbezogene Selbstführung

Welches Verhalten ist wann wie hilfreich? Was richte ich damit an? Was davon will ich weiterentwickeln und kultivieren (Stärken stärken), was sollte ich ergänzen (dazulernen; neues Verhalten einüben)? Der nextleader ist ein ständig Lernender, der sein Verhaltensrepertoire ausweitet und situationsintelligent nutzt. Natürlich bleibt er dabei immer seinen Werten treu (s. oben) – um die Frage nach evtl. Schauspielkünsten vorwegzunehmen.

4. Physische Selbstführung

„Körperliche Fitness ist die Basis für alle anderen Formen der Exzellenz“ (J.F. Kennedy). Deswegen achtet der nextleader auf diese Grundlage erfolgreichen Wirkens.

Schließlich:

Der nextleader kennt sich (Selbstbewusstsein), achtet auf sich (Selbstfürsorge), gestaltet sein Leben (Selbstverantwortung) und bringt es voran (Selbststeuerung). So kann er als Führungskraft Vorbildliches zeigen.

 

Der Autor

 

 

 

Karl-Heinz Seßler trainiert, berät und coacht. Dabei nimmt er je nach Bedarf die Rolle des Berater-Trainers, des Team-Begleiters oder des Moderators ein.
„gemeinsam voran kommen“ ist dabei seine Devise und Leitlinie. Ob mit Kunden, Kollegen, Vorgesetzten, Geschäftspartnern oder Mitarbeitern: Immer ist eine klare und gleichzeitig wertschätzende Abstimmung erforderlich, um miteinander Ziele zu setzen, zu verfolgen und letztlich zu erreichen.

Zur Onlinepräsenz von Karl-Heinz Seßler

 

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