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Der Porsche Misson E von Playmobil

Der Porsche Misson E von Playmobil

Ein Expertenbeitrag von Bernd Conrad, Inhaber von Conrad Enterprises.

„Zwei Marken betreten Neuland. Porsche bringt das erste reine Elektroauto und Playmobil wird mit dem Film von der Spielwaren- zur Content-Marke. Gemeinsam sprechen beide Unternehmen neue Zielgruppen an. Spannend, im wahrsten Sinne des Wortes!“, Bernd Conrad.

Playmobil galt lange nicht als typischer Lizenznehmer im Spielwarenbereich. Während das Spielwarenunternehmen aus Zirndorf heute mit Ghostbusters, How To Train A Dragon und Heidi auch als Lizenznehmer von Entertainmentthemen auftritt, begann man 2014 mit der Sportwagenmarke Porsche.

Die realitätsnahe Nachbildung echter Sportwagen war und ist eine logische Bereicherung des selbst gestalteten Fahrzeugprogramms. Auf diverse Lizenzprodukte des Porsche 911 folgte, dem Zeitgeist entsprechend, auch ein Macan-SUV.

Inzwischen verfolgt auch Playmobil eine multimediale Markenstrategie. Wie andere Spielwarenhersteller auch will man selbst zur Marke werden, die nicht nur im Spielzeugregal stattfindet. Die Fernsehserie Super 4 war ein erster Versuch, am 29. August startet mit „Playmobil – der Film“ das erste Leinwandspektakel mit dem eigenen Namen im Titel.

Auch der langjährige Partner Porsche ist mit an Bord, und zwar mit einem virtuellen Product Pacement. Dex Dasher, der animierte Geheimagent, kurvt im Playmobil-Film mit einem ebenfalls computergenerierten Porsche Mission E herum. Die echte Autostudie wurde erstmals 2015 gezeigt und ist der Vorbote für den Porsche Taycan, das erste rein elektrische Modell der Marke.

Mit dem Auftritt des Autos im Film sollen nicht nur Kunden von übermorgen an die Marke Porsche herangeführt werden. Wie es sich für eine wohlüberlegte Marketingstrategie gehört, kann man natürlich direkt nach dem Kinobesuch online oder am Tag danach im stationären Handel den neuen Bedarf stillen.

Als Lizenzprodukt bieten Spielwarenhändler den Porsche Mission E von Playmobil schon an. Wie das Original fährt auch das Lizenzprodukt elektrisch. Denn nicht nur für Porsche ist die E-Limousine Neuland, sondern auch für Playmobil. Erstmals liegt eine Fernsteuerung bei, außerdem kann man den Playmobil-Porsche über eine App auch mit dem Smartphone oder dem Tablet steuern.

Eines dürfte der Mission E von Playmobil dem echten Auto voraushaben – er bleibt im Gegensatz zur Studie kein Einzelstück. Für den Taycan, der im September 2019 erstmals gezeigt wird, liegen Porsche bislang 30.000 Bestellungen vor. Je nachdem, wie erfolgreich der erste Playmobil-Film wird, könnte der Nachbau auch diese Zahl übertreffen. Was auch am Preis liegen dürfte. Während der Taycan mutmaßlich nicht unter 130.000 Euro kosten dürfte, gibt es den Playmobil-Mission-E schon für 69,99 Euro.

Am 29. August 2019 ist Starttermin für „Playmobil – der Film.“ Davor bekommt der Lizenzpartner die Dateien. Im Rahmen eines Kinderprogramms im Porsche Museum in Stuttgart wird der Film bereits am 10. Und 11. August 2019 gezeigt.

Bernd Conrad, Inhaber von Conrad Enterprises