Image Image Image Image Image Image Image Image Image Image
Scroll to top

Top

Playmobil an Schleich-Übernahme interessiert

Playmobil an Schleich-Übernahme interessiert
J. Meister

Das Zirndorfer geobra Brandstätter Stiftung & Co. KG bemüht sich laut Medienberichten erneut um eine Übernahme des schwäbischen Tierfiguren-Hersteller Schleich.

Wie aus einem Artikel des Manager Magazins hervorgeht, ist Playmobil nicht zum ersten Mal an der Akquisition von Schleich interessiert. In einem früheren Bieterwettbewerb 2019 gingen die Franken leer aus – und Schleich wanderte von der Private-Equity-Gesellschaft Ardian für rund 400 Millionen Euro in das Portfolio des Finanzinvestors Partners Group.

Der 2015 verstorbene Horst Brandstätter hinterließ nach Angaben im Manager Magazin eine Unternehmensgruppe mit einer soliden Finanzdecke von rund 1,4 Milliarden Euro. Seither scheinen die Zirndorfer jedoch keine klare Linie zu finden und wechseln häufig ihr Führungspersonal. Erst im Dezember wurde bekannt, dass Vorstandsmitglied Wolfgang Höger das Unternehmen verlässt.

Für mögliche Zukäufe verfüge die laut Manager Magazin die eigens gegründete Beteiligungsgesellschaft AKOH-Holding über Finanzmittel von einer Milliarde EUR.

Aktuelle Verkaufszahlen deuten auf Umsatzrückgänge von Playmobil in Kernmärkten wie Deutschland oder Frankreich hin – teils um mehr als zehn Prozent. Auch der letzte veröffentliche Konzernabschluss der Horst Brandstätter Holding des Geschäftsjahres bis Ende März 2020 zeigte Umsatzrückgänge um 4,5% auf 687 Millionen EUR – mit einem EBIT – Rückgang um 30,3% auf 65,6 Millionen EUR.

Schleich hingegen kann sich über eine durchaus erfolgreiche Geschäftsentwicklung freuen. Wie wir hier berichteten, schloss das von Dirk Engehausen geführte Unternehmen das Geschäftsjahr 2021 mit dem erfolgreichsten Ergebnis seiner Unternehmensgeschichte ab. Erstmals konnte Schleich im internationalen Markt stärker wachsen als im Kernmarkt Deutschland, sodass der Rekordumsatz 2021 rund 255 Mio. EUR betrug.

„Zu Spekulationen oder Gerüchten nimmt das Unternehmen grundsätzlich nicht Stellung“, kommentierte ein Sprecher der Horst Brandstätter Group die Medienberichte zu den Übernahmeplänen.