Image Image Image Image Image Image Image Image Image Image
Nach oben scrollen

Oben

Michael Neumann (BDKH) im Interview

Michael Neumann (BDKH) im Interview
J. Meister

Michael Neumann, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Kinderausstattungs-Hersteller e.V. (BDKH) im Gespräch über die aktuelle Situation in der Branche: Herausforderungen durch Digitalisierung und Corona, und Ausblick auf die Zeit „danach“.

 

Michael Neumann im Interview – Unser Podcast

Baustellen, auch ohne Corona

Wie auch viele andere Branchen, hatte auch die Baby – Hartwaren – Branche bereits vor Corona Baustellen: Die Handelsstrukturen wandeln sich, Sowohl im B2B, als auch im B2C – Bereich: Ordermessen finden digital statt, und auch Konsumenten informieren sich online – und tätigen auch Käufe im Netz. Hersteller gehen bereits zu D2C – Strategien über, sodass Zwischenhandel und Verkaufsflächen mehr und mehr ernsthaft in Bedrängnis geraten.

Alles auf Service: Baby Oelrichs in Leer fährt seit Corona mehrgleisig – off- und online (Bild: Juniorchef Thilo Graventein beriet Kunden während des Lockdown per Telefon und trieb das Projekt „Webshop“ an)

Mittlerweile haben Ladenflächen wieder geöffnet, der Einkauf ist stationär wieder möglich. In ihrer Not haben einzelne Händler bereits an einer hybriden oder digitalen Strategie gearbeitet, mit Turbo durch Corona. Doch die Frequenz nach dem Lockdown fällt noch weit hinter der Besucherquote auf der Fläche vom Jahresanfang zurück. Und wird wohl so schnell nicht wieder auf Normalstand sein.

Gekauft werden essentielle Dinge – Konsumenten gehen nicht shoppen. Sie inspirieren sich nicht in Geschäften, tätigen keine Impulskäufe.

Kind und Jugend startet das Messeleben

Für die gesamte Baby – Hartwarenbranche startet das Jahr traditionell im September. Dann nämlich, wenn in Köln die Kind und Jugend ihre Pforten öffnet.

Bis dato steht die Messe zum Veranstaltungstermin – obgleich bereits mehrere Teilnehmer ihren Besuch oder Messeauftritt bereits abgesagt haben.

In welcher Form das Event stattfindet, ist noch nicht gewiss. Jörg Schmale, Director der Kind und Jugend, erklärte unlängst, dass auch an digitalen Alternativplänen gearbeitet werde.
Eine entsprechende Matchmaking – Plattform bietet die Messe seit mehreren Jahren an. Inwieweit diese Basis für eine virtuelle Messe sein kann, wird sich eventuell bald zeigen (müssen).

 

Auch Michael Neumann ist sich sicher, dass die Messe eine Andere sein wird als gewohnt. Und doch sieht er im Branchenevent eine nicht wegdenkbare Größe: Gerade die informellen Begegnungen und die Inspiration, die man von solch einer internationalen Zusammenschau mit nach Hause trägt ist unersetzlich.

Auch wenn – und das gibt Neumann im Gespräch ebenfalls zu bedenken – ein Online-Event vielleicht sogar das Potential hat, ein neues Publikum anzusprechen, das unter normalen Umständen den Weg nach Köln nicht fände.

BDKH auf Wachstumskurs

Start-up-Mitgliedsunternehmen Solwi mit Veronica Wiegand (Toilettenring Weekee Ring)

Der mit seinen sechs Jahren recht junge Branchenverband, der die Interessen von Herstellern im deutschsprachigen Raum vertritt, ist auf Wachstumskurs: Mit AXKID und Träumeland sind jüngst zwei neue Mitglieder hinzugekommen. Neumann ist sich sicher: Auch für andere hiesige Unternehmen aus der Branche ist es sinnvoll, sich im BDKH zusammenzufinden. Die Branche ist schließlich im Wandel. Und gemeinsam lässt sich dieser besser vollziehen.