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Initiative für faire Spielwaren

Initiative für faire Spielwaren

Die Fair Toys Organisation hat zum Ziel, gemeinsame soziale Standards und Transparenz zu schaffen, sodass Konsumenten sich am Spielwarenmarkt besser orientieren können.

Spielwaren sind sehr emotionale Produkte. Und sehr preissensibel. Regelmässig wird über Bedingungen berichtet, unter denen Spielzeug produziert wird, und regelmässig finden sich in diesen Berichten „schwarze Schafe“.

Für Verbraucher ist die Orientierung schwierig, da Hersteller oft mehrgliedrige Lieferketten haben, die zumeist nicht sehr transparent sind.
Trotz vieler Siegel und Labels ist es nur schwer möglich, Spielwaren zu identifizieren, die unter ökologisch und sozial guten Bedingungen gefertigt wurden.

Initiative Fair Toys Organisation

Dieser Herausforderung stellt sich nun eine Initiative von Unternehmen und NGOs mit der in Gründung stehenden Fair Toys Organisation.

Die Organisation hat dabei nicht nur einzelne Produkte im Blick, sondern das gesamte Sortiment eines Spielwarenherstellers. Dabei wird die gesamte Lieferkette betrachtet, und dabei nicht nur auf punktuelle Maßnahmen und Kontrollen geachtet, sondern auf institutionelle Verankerung von Verantwortung, etwa durch Implementierung menschenrechtlicher Sorgfalt im Gesamtunternehmen.

Orientierungshilfe bei der Erstellung der Statuten sind die anspruchsvollen Kriterien der Fair Wear Foundation. Vor allem die gleichberechtigte Beteiligung aller Akteure aus Industrie, Zivilgesellschaft und Gewerkschaften ist den Stakeholders dabei wichtig.

Die teilnehmenden Unternehmen der Fair Toys Organisation schaffen eine „Verifizierungsinstanz“, die ein Siegel vergibt, welches glaubwürdig bestätigt, dass zielführende Schritte unternommen wurden, um die Einhaltung von Arbeits- und Umweltstandards bei der Produktion des Spielzeugs zu gewährleisten. Daneben berücksichtigt das Siegel auch Qualitäts- und Sicherheitsstandards.

Die Fair Toys Organisation ist eine Dachinstanz, die auch die Anwendung bestehender Programme und Verfahren zur Verbesserung und Sicherstellung der Sozial- und Umweltstandards berücksichtigt. Dazu gehören Auditierungs- und Zertifizierungssysteme wie das Ethical Toy Program von ICTI, amforiBSCI, Sedex, Smeta und andere, evtl. auch firmeneigene, Systeme.

„ Fair hergestellte Spielwaren sind eine Frage der Verantwortung. Durch die
„Fair Toys Organisation“ wird die Möglichkeit geschaffen, dieser Verantwortung
gerecht zu werden und sich für die Einhaltung sozialer Standards und angemessene
Arbeitsbedingungen nachhaltig und glaubwürdig einzusetzen“, so Barbara Fehn-Dransfeld, Geschäftsführerin des Plüschspielwarenherstellers Heunec.

Axel Gottstein, Geschäftsführer bei sigikid unterstreicht die Ernsthaftigkeit seines Engagements:

„Wir haben im letzten Jahr zur Vereinsgründung die Absichtserklärung abgegeben, um die grundsätzliche Idee einer nachhaltigen und fairen Spielwarenproduktion zur unterstützen.

Wir leben diese Idee ja auch aus dem Herzen unseres Unternehmens heraus, da wir uns auch als Firma verstehen, die keine Wegwerf-Produkte für Kinder macht, sondern Spielsachen, die vererbt werden.

Da auch wir natürlich in den Prozessen noch besser werden wollen, unternehmen wir alles um unser Unternehmen in eine „grüne Firma“ zu verwandeln.

Dies soll für uns nicht nur ein Lippenbekenntnis sein, sondern eine zentrale strategische Aufgabe. Daher halten wir es wichtig als Branchenbemühungen in diese Richtung zu unterstützen.“

Vorstellung auf Spielwarenmesse 2020

Seit Herbst 2018 diskutiert eine Arbeitsgruppe im Rahmen eines vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützten Projektes die Ziele, Arbeitsweise, Kriterien und Verfahren der Fair Toys Organisation.

Mit dabei sind Vertreter/innen von Spielzeugherstellern wie Heunec, Sigikid, Zapf und Kosmos, der Spielzeugverband DVSI, zivilgesellschaftliche Organisationen, Gewerkschaften und Kommunen (u.a. die Stadt Nürnberg). Die Fair Toys Organisation soll im ersten Halbjahr 2020 ihre Arbeit aufnehmen – daher wird die kommende Spielwarenmesse dafür genutzt, für Aufmerksamkeit in der Branche zu sorgen, und möglichst zahlreiche Mitstreiter zu gewinnen:

Am Samstag, den 1. Februar findet um 11:00 Uhr in Raum Helsinki ein Podiumsgespräch statt.

Zudem können Sie mit den Organisatoren am Infostand in Kontakt treten. Dieser wird sich im Durchgang von NCC Ost nach Halle 7A befinden.

Koordiniert wird das Projekt vom Nürnberger Bündnis für Fair Toys unter der Nichtregierungsorganisation Christliche Initiative Romero (CIR). Unterstützung bekommt die Organisation durch Mittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.


Update:

Auf der Spielwarenmesse hatten wir Gelegenheit, mit Barbara Fehn-Dransfeld und Josephine Dransfeld über ökologisches und soziales Engagement zu sprechen. Bei dieser Gelegenheit erläuterte Frau Fehn-Dransfeld, wie der aktuelle Stand bei der Fair Toys Organisation ist, und weshalb sich mitmachen lohnt.

Auch Helga Riedl, Menschenrechtsbüro Stadt Nürnberg, Thorsten Brehm, Stadtrat Nürnberg, Dr. Katarina Barley, MdEP, Vizepräsidentin des Europaparlaments und Maria Noichl, MdEP besuchten die Messe, um sich vor Ort ein Bild zum Thema „faire Spielware“ zu machen.

Helga Riedl, Menschenrechtsbüro Stadt Nürnberg, Thorsten Brehm, Stadtrat Nürnberg, Dr. Katarina Barley, MdEP, Vizepräsidentin des Europaparlaments, Maria Noichl, MdEP, Jürgen Bergmann, Fair Toys, Steffen Kircher, Fair Toys

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