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Hasbro veröffentlicht Zahlen von Q1 2020

Hasbro veröffentlicht Zahlen von Q1 2020
E. Stemmer

Hasbro, Inc. gab letzte Woche seine Finanzergebnisse für das erste Quartal 2020 bekannt und lieferte ein Business-Update zu COVID-19-bezogenen Themen. Im ersten Quartal 2020 betrug der Umsatz des kombinierten Unternehmens (Hasbro und eOne) 1,11 Milliarden US-Dollar. 

Die Finanzergebnisse beinhalten auch die Zahlen von Entertainment One Ltd. (eOne), die Hasbro Ende 2019 gekauft hatte. Um einen besseren Vergleich zum Vorjahr ziehen zu können, werden die Ergebnisse mit zusammengefassten „Proforma-Ergebnissen“ beider Unternehmen, also von Hasbro und eOne, verglichen.

Verlust von Netto-Umsatz im ersten Quartal 2020

Im ersten Quartal 2020 wurden 1,11 Milliarden US-Dollar gegenüber 1,20 Milliarden US-Dollar Proforma-Umsatz im Jahr 2019 umgesetzt, wobei die Entwicklung des Wechselkurses einen negativen Einfluss in Höhe von 11,7 Millionen US-Dollar auf die Einnahmen im ersten Quartal 2020 hatte.

Beim Ergebnis wies Hasbro einen Nettoverlust von 69,6 Mio. US-Dollar aus, nachdem im Vorjahresquartal ein Gewinn von 76,4 Mio. US-Dollar erwirtschaftet worden war. Für diesen Fehlbetrag wurden jedoch alleine die durch die eOne-Übernahme entstandenen Kosten verantwortlich gemacht –  ohne diese Sonderausgaben hätte Hasbro einen Profit von 77,7 Mio. US-Doller erreicht.

Hasbros Kerngeschäft wächst

Für die schlechteren Zahlen sorgten vor allem Investitionen und Aktivitäten die für bzw. von eOne umgesetzt wurden. Das Kerngeschäft von Hasbro, also die Hasbro-Marken fanden dagegen eine erhöhte Resonanz, da die Menschen Corona-bedingt mehr Zeit zu Hause verbringen. Profiteure der aktuellen Situation sind vor allem Gesellschaftsspiele für Familien und PLAY-DOH.

Hasbro startete dafür mit „Bring Home the Fun“ eine globale Initiative, welche Eltern und Betreuern Ressourcen zur Verfügung stellt, um die Kinder während längerer Zeit zu Hause und in geschlossenen Räumen zu beschäftigen.

„Das erste Quartal macht deutlich, was Hasbro wirklich von anderen unterscheidet: ein globales Team, das Herausforderungen kreativ und flexibel löst; ein vielfältiges Markenportfolio und eine umfangreiche Handelslandschaft, ein starkes finanzielles Fundament und den starken Willen die Welt zu einem besseren Ort für Kinder und ihre Familien zu machen“, resümiert Brian Goldner, Hasbro’s Chairman und Chief Executive Officer, zufrieden die Zahlen des ersten Quartals.

Funktionierende Lieferketten

Etwa 55% der Produktion wird von Herstellern in China übernommen. Nachdem diese Zulieferer im ersten Quartal aufgrund von COVID-19 nur vermindert produzieren konnten, läuft die Produktion derzeit wieder mit der ursprünglich geplanten Kapazität. 

Da die Produktion in der Spielwarenbranche in der Regel vor allem in den Sommermonaten auf Hochtouren läuft, geht das Unternehmen davon aus, dass es die im ersten Quartal verlorene Produktion im zweiten Quartal wieder aufholen kann und dadurch gut vorbereitet sein wird, um die Nachfrage zu Weihnachten befriedigen zu können. …vorausgesetzt dass die gesamte Produktion in allen wesentlichen Belangen ohne weitere COVID-19-Stilllegungen weiterläuft.

Die Produktions- und Logistikpartner außerhalb Chinas arbeiteten während des ersten Quartals mehr oder minder auf normalem Niveau. Erst seit Mitte März arbeiten diese Standorte je nach lokalen Regierungs- und Sicherheitserwägungen mit unterschiedlicher Produktivität, wobei teilweise Produktionsstätten für eine gewisse Zeit geschlossen werden mussten. Zu den derzeit stillgelegten Anlagen gehören Produktionsstätten in Massachusetts, Texas und Irland (vor allem für Spiele,), sowie Fertigungsstätten in Indien.

Das globale Hasbro-Team nutzt seine umfassende globale Lieferkette, um die Konsumentennachfrage aus tätigen Produktionsstätten und vorhandenen Beständen beliefern zu können und Produktionsausfälle rasch aufzuholen. 

Digitale Optimierung

Nach eigenen Angaben sucht Hasbro auf „kreative Weise“ nach Wegen, das digitale Handling zu beschleunigen und den Omni-Chanel zu erweitern.

Die E-Commerce-Einnahmen stiegen im ersten Quartal im zweistelligen Bereich, mit bedeutenden Gewinnen am Point of Sale. Hypermärkte, sowie Drogerien und der LEH steigerten die Einnahmen im Quartal ebenfalls.

Einzelhändler mit bereits ausgebauten Online-Shops schnitten gut ab, während Fachhändler und Regionen, die auf stationäre Läden angewiesen sind, mit größeren Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Weltweite Ladenschließungen nahmen gegen Ende des ersten Quartals zu und dürften die Ergebnisse des zweiten Quartals stärker negativ beeinflussen als im ersten Quartal. Die dadurch erwarteten Umsatzrückgänge dürften auch durch den starken E-Commerce nicht vollständig nivelliert werden.