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Handel im Wandel – Teil 1

Handel im Wandel – Teil 1

Wie Amazon, Alibaba, Google und Discounter die Handelskultur verändern.

Die „breaking news“ in der Handelslandschaft überschlagen sich – es bewegt sich viel, Umsätze werden in vielfältige Handelskanäle verschoben, der Konsument wird umkämpft. Von den großen Big Playern wurden in 2018 Entscheidungen getroffen, deren Auswirkungen sich in den nächsten Jahren deutlich zeigen werden. Der Handel wird sich wandeln.

Ein Wandel in den USA

Amazon, als einer der weltweit wichtigsten Online-Händler, wird in Amerika Spielware unter seinem eigenen Private Label „AmazonBasics“ produzieren und verkaufen. Somit wird der Konzern noch facettenreicher: er wird zum Spielwarenhersteller. Die Zielgruppe für die ersten vier Produkte ist klar definiert: Kindergarten- und Vorschulkinder. Glaubt man den Gerüchten, die im Netz zu lesen sind, wird das Privat-Label-Spielwarensortiment in den nächsten Jahren deutlich ausgebaut, es sollen bis zu 700 Produktneuheiten pro Jahr erfolgen.

Auswirkungen dieser Entscheidung waren für Mattel und Hasbro unmittelbar zu spüren – ihre Aktien sanken im einstelligen Prozent-Bereich, obwohl die AmazonBasics mit Sicherheit erst Weihnachten 2019 Umsatz-Relevanz zeigen werden.

Wir fragen uns, was Amazon in den nächsten Jahren im Spielwaren-Business plant – wird sich Amazon demnächst bei strategisch sinnvollen Spielwarenherstellern einkaufen oder sogar übernehmen?

Amazon plant 3.000 Läden ohne Kassen bis 2021

Nachdem Amazon jahrelang an einem stationären Konzept gearbeitet hat, war es dieses Jahr so weit: zehn „Amazon Go“ Geschäfte wollte der Konzern bis Ende 2018 in den großen US-Städten eröffnen, acht wurden bereits in Seattle, Chicago und San Francisco eröffnet, zwei weitere werden demnächst ihr Türen öffnen. Rund 50 Eröffnungen sind für 2019 geplant, bis 2021 soll es 3.000 Läden geben.

Das stationäre Konzept von „Amazon Go“ ist virtuell bestens durchdacht. Der Kunde scannt am Eingang einen QR-Code auf seinem Smartphone ein, um in den Laden zu gelangen. Ab da wird vor allem mit Hilfe von Kameras registriert, welche Waren aus dem Regal herausgeholt werden. Artikel, die ein Kunde wieder zurückstellt, werden einfach aus dem „virtuellen Einkaufskorb“ wieder abgezogen. Am Ende verlässt der Kunde den Laden einfach, die Rechnung kommt binnen weniger Minuten und wird von der hinterlegten Kreditkarte abgebucht.

Amazon füllt die Lücke, die der Toys’R’Us Weihnachtskatalog hinterließ

Nach dem Konkurs von Toys’R’Us beeilte sich Amazon das Verhalten von Spielwarenkonsumenten noch besser zu verstehen und füllte erfoglreich eine Lücke, die Toys’R’Us hinterließ: der klassische Spielwaren-Weihnachtskatalog.

Und so ging Amazon einen Schritt aus der digitalen Welt zurück in die analoge und versendete in millionenfacher Auflage einen Weihnachtskatalog, der dieses Jahr mit Sicherheit vielen Kindern als Wunschzettel-Grundlage dient.

Hier ist der Link zu Amazon

 

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