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Spiele des Jahres 2019

„Just One“ von Repos ist Spiel des Jahres 2019,

„Flügelschlag“ vom Verlag Feuerland gewinnt den Kritikerpreis „Spiel des Jahres 2019“

Nur einer kann gewinnen: Spiel des Jahres 2019

Genial einfach – einfach genial: So kommt „Just One“ daher.

„Schachtel“, „Würfel“, „Freizeit“, „Spaß“. Was könnten diese Begriffe assoziativ umschreiben? Klar! Ein Spiel! Im kooperativen Just One muss stets einer der Spieler einen Begriff erraten. Die Hinweise gibt dabei nicht das Spiel vor, sondern die Runde der Mitspieler. Ohne sich im Team abzusprechen, notiert dafür zunächst jeder einen Hinweis, den er als Hilfestellung beisteuern möchte. Bevor der Ratende diese Wörter sehen darf, werden sie miteinander verglichen. Doppelungen werden aussortiert. Hätte also im obigen Beispiel der vierte Spieler auch „Würfel“ statt „Spaß“ aufgeschrieben, so wären nur „Schachtel“, und „Freizeit“ übrig geblieben. Womöglich hätte der Ratende dann trotzdem „Spiel“ getippt, vielleicht aber auch „Raucherpause“. „Just One“ ist ein lustiges Partyspiel für alle.

„Just One“ ist insbesondere durch seine Einfachheit genial. Es sticht dadurch hervor, dass es einen ungemeinen Sog entwickelt: Wer es in der Öffentlichkeit spielt, wird schnell Schaulustige anziehen, die am liebsten gleich mitspielen wollen. Und das machen diese dann oft auch, denn die Einstiegshürde ist so niedrig, dass jeder sie problemlos überwinden kann. Ein Geistesblitz kommunikativer Spielfreude, der in jeder Runde einschlägt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Autor: Ludovic Roudy und Bruno Sautter

Verlag: Repos Production

Spieleranzahl: 3 bis 7

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Einstieg: leicht

Dauer: ca. 20 Minuten

Preis: ca. 25 Euro

Ergänzende Informationen: Vertrieb: Asmodee

Weitere nominierte Kandidaten

Weiter nominiert waren „L.A.M.A.“ von Amigo und „Werwörter“ von Ravensburger.

Mehr zum „Spiel des Jahres“ sowie zum Spielejahr 2019 lesen Sie hier.

Kennerspiel des Jahres

Die Würfel sind auch für das Kennerspiel des Jahres gefallen. Und in diesem Fall durch ein wunderschön gestaltetes Futterhäuschen. Das nämlich ist Bestandteil des diesjährigen Gewinners des „Kennerpiel des Jahres“ 2019.

Flügelschlag heisst das aufwändig gestaltete Sammel- und Optimierspiel, das nicht nur Ornithologenherzen höher schlagen lässt. Denn neben Sammel- und Spielspaß bietet das Vogelkundler – Brettspiel auch jede Menge Lehrwert. Und als Nebeneffekt geht man nach dem Spiel ganz anders durch die Umwelt und betrachtet die Vögel des Alltags eine ganze Nummer genauer.

Vom Amerikanischen Schlangenhalsvogel bis zum Zwergsultanshuhn: Mehr als 900 Vögel leben in Nordamerika und finden Einzug in das Spiel. Wer einen Vogel anlockt, spielt die entsprechende Karte in einen für das Tier artgerechten Lebensraum aus. An jedes Gebiet ist dabei eine der Basisaktionen des Spiels gekoppelt, welche mit jedem neuen Vogel aufgewertet wird. Wer bringt beispielsweise die Eier-Maschinerie ins Laufen? Zudem tritt jeder in wechselnden Kategorien mit den Mitspielern in Konkurrenz: Wer zählt die meisten Vögel, die in Bruthöhlen nisten? Wer hat die meisten Vögel im Grasland? An dem elegant und detailverliebt gestalteten „Flügelschlag“ werden nicht nur Vogelliebhaber ihre Freude haben.

Autor: Elizabeth Hargrave

Verlag: Feuerland

Spieleranzahl: 2 bis 5

Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Einstieg: anspruchsvoll

Dauer: ca. 40 bis 75 Minuten

Preis: ca. 50 Euro

Ergänzende Informationen: Abweichende Angaben des Verlags: 1-5 Spieler.

Weitere nominierte Kandidaten

Neben Flügelschlag durften auch zwei weitere Kandidaten, die nicht minder spielenswert sind, auf den Sieg hoffen:

Das strategische Stadtbaupuzzle „Carpe Diem“ von Ravensburger sowie das innovative Detektivspiel „Detective“ von Portal Games / Pegasus.

Wir hatten sie bereits hier vorgestellt.

40-jähriges Bestehen der Jury

„Deutschland ist eine Spielenation“, sagte bei der Preisverleihung Kulturstaatsministerin Monika Grütters in ihrem Grußwort. Und die Jury, der sie zu ihrem 40-jährigen Bestehen gratulierte, trage „zur kulturellen Wertschöpfung nicht nur des Gesellschaftsspiels sondern auch der Gesellschaft bei“. Denn: „Spiele fördern den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie erlauben, einen Charakter anzunehmen und die Perspektive zu wechseln.“

Der Preis Spiel des Jahres wurde erstmals 1979 vergeben. Ziel des Trägervereins ist die Verbreitung des Kulturguts Spiel in Gesellschaft und Familie. Die Auszeichnung ist die weltweit wichtigste ihrer Art.