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Spezialisierung auf Design-Produkte für Babies – funktioniert das?

Spezialisierung auf Design-Produkte für Babies – funktioniert das?

Freude an schönen Dingen, Begeisterung für gutes Design, Respekt vor herausragenden Designern, anspruchsvollen Kunden und den vielen Partnern eines erfolgreichen Unternehmens – diese erfolgreiche Philosophie lebt Klein & More nun seit 30 Jahren und verbindet Generationen.

BRANDORA to B im Interview mit Gerd F. Klein, Gründer von Klein & More.

Klein & More ist seit Jahrzehnten für den Vertrieb von Design-Objekten bekannt.
Zu Ihrem Sortiment zählen hochpreisige Deko-Objekte, Produkte für die Küche und Tableware, Designermöbel, Lampen und formschöne Audio-Systeme. Wann und warum erweiterten Sie ihr Business in das Kinder-Segment?

Durch unsere langjährige Tätigkeit als Distributeur und Produzent für Design-Objekte bestehen in unserem Hause enge Verbindungen zu unseren Marken. Eine dieser Marken, lifefactory, plante ein Sortiment von Babyflaschen auf den Markt zu bringen. Diese Chance ließen wir uns nicht entgehen. Wir evaluierten das Potential von Kinderprodukten im deutschsprachigen Raum und beschlossen neben der Design-Sparte auch ein Baby- und Kindersegment bei uns im Hause aufzubauen, was uns erfolgreich gelungen ist.

 

Lohnt sich der Aufbau eines komplett neuen Segments?

Ich bin ein Unternehmer der immer wieder neue Herausforderungen sucht und annimmt, sofern erkennbar ist, dass sich der Aufwand lohnt. Der Aufbau des Baby- und Kindersegments ist noch lange nicht beendet – wir suchen immer nach neuen tollen Marken, die wir in DACH etablieren können.

 

Wie wählen Sie Marken aus, die Sie in Ihr Kinder-Sortiment aufnehmen?

Die Marken müssen der Philosophie von Klein & More entsprechen.Ich schätze eine hohe Qualität von Produkten, die den Alltag mit Kind erleichtern. Des Weiteren schaue ich mir die Gründer der Marke genau an – wenn mir glaubhaft vermittelt wird, dass die Markeninhaber Visionen für die Zukunft haben und an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert sind, kommen sie in die engere Auswahl. Derzeit haben wir 4moms, Najell, lifefactory und wishbear im Sortiment, weitere Marken in der pipeline.

Wer ist Ihre Käuferschaft für Ihre Babyhartwaren und Accessoires?

Durch unsere Historie im Bereich der Design-Objekte sind wir es gewohnt, Produkte im höherpreisigen Segment zu verkaufen. Dementsprechend ist unsere Käuferschaft auch geprägt – sie kaufen gerne ein Top-Produkt mit hervorragender Qualität.

 

Bei den Designprodukten vertreiben Sie teilweise nicht nur die Produkte, sondern fungieren auch als Produzent. Ist ein solcher Schritt für das Segment der Kinderprodukte ebenfalls geplant?

Wenn wir das Potential für ein Produkt erkennen, helfen wir den Markeninhabern gerne als Produzent aus. Dadurch können wir garantieren, dass die Qualität der Produkte unseren Ansprüchen und den unserer Zielgruppe entspricht. Diese Strategie hat sich als sehr erfolgreich bewiesen. Deshalb können wir uns vorstellen, auch im Segment der Kinderprodukte als Produzent tätig zu werden – aktuell sprechen wir bereits über eine sehr interessante Entwicklung.

 

Werden Sie auch Spielware in Ihr Sortiment aufnehmen, oder bleiben Sie im Bereich der Babyhartwaren?

Bisher besteht unser Portfolio aus vier Marken im Babyhartwarenbereich.
Unsere Vertriebsteam fokussiert derzeit auf Produkte für Babies; Spielware vertreiben aktuell nicht. Aber auch hier gilt die Devise: wenn die Produkte zu unserer Philosophie passen und uns die Marke überzeugt… warum nicht!?!

 

In Ihrem Unternehmen verantworten Sie und Ihr Sohn die Geschäftsführung.
Zwei Generationen in einem Unternehmen. Welche Vorteile bringt eine generationsübergreifende Leitung und mit welchen Herausforderungen sehen Sie sich konfrontiert?

In einem Familienunternehmen besteht grundsätzlich die Herausforderung, dass Unternehmen und Familie „eins“ sind. Ansonsten ist es für mich eine große Bereicherung, dass mein Sohn schon seit vielen Jahren an der Spitze steht. Ebenfalls im Bereich der Digitalisierung ist es dem Erfolg zuträglich, wenn „junge Leute“ das Ruder übernehmen.

 

Die Handelsstruktur im Babyhartwarensegment ist im Wandel, die Branche ist mit einem stetigen Sterben von Fachhändlern konfrontiert. Was ist Ihre Strategie, um das Unternehmen sicher in die Zukunft zu führen?

Kein zukunftsorientiertes Unternehmen kann sich der Digitalisierung und Globalisierung verwehren. Der Endverbraucher ist es gewohnt, seine Produkte sowohl im stationären Handel als auch online zu beziehen. Für uns steht der Konsument an erster Stelle – unser Unternehmen führen wir auch unter dieser Prämisse in die Zukunft. So unterstützen wir den stationären Handel nach wie vor so gut wie möglich, investieren parallel aber professionell in die digitale Sparte. Zu beachten ist auch, dass unsere größeren Handelspartner sehr erfolgreich – und aus meiner Sicht zwangsläufig – 2-gleisig agieren – sowohl im stationären Handel als auch Internet.

 

Erlauben Sie uns einen Blick in die Glaskugel – wie sieht Ihr Unternehmen in 10 Jahren aus?

Zehn Jahre sind eine lange Zeit, in der noch viel Wandel geschehen wird… In zehn Jahren wird unser Unternehmen immer noch erfolgreich am stark verändertem Markt sein – mit einem ausgebauten Sortiment für Babies und Kinder und nach wie vor wunderschönen Design-Produkten. Während ich meinen Lebensabend in Ruhe genießen werde, wird mein Sohn das Unternehmen sicher durch alle Anforderungen eines sich dramatisch verändernden Marktes führen.