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Baby Q – Neuer Concept Store in der Babybranche

Baby Q – Neuer Concept Store in der Babybranche
E. Stemmer

Der klassische Handel stellt Hersteller von Kinderausstattung vor allem bei der Markenpräsentation immer seltener zufrieden. Die Zielgruppe der Eltern ist offen für neue Einkaufserlebnisse. Das neue Premium Concept Store Konzept „Baby Q“ könnte hier frischen Wind bringen, es wurde sozusagen von Herstellern für Hersteller entwickelt.

Baby Q – die Idee

Ein Ladenlokal mit coolem Raumkonzept in bester Großstadtlage. Darin eine überschaubare Anzahl ausgewählte Markenprodukte, die analog und digital ähnlich hochwertig wie in einem Flagship-Store inszeniert werden. Diese verkaufen die Hersteller als Vertragspartner des Store direkt an den Kunden. Die Idee nennt sich Baby Q und kann zu einer echten Option für Hersteller werden. Das stimmige Konzept hat bereits mehrere namhafte Unternehmen der Babyausstattung überzeugt, darunter Bugaboo, Allison/Nuna, Träumeland und Axkid.

Sie sind als Markenpartner dabei, wenn die eCommerce-Plattform von Baby Q an den Start geht und kurz danach das erste Ladenlokal in Kölns Innenstadt eröffnet. In den kommenden Jahren sollen weitere 12 bis 14 Stores in den wichtigsten Metropolen folgen. Die Baby Q-Geschäfte bieten werdenden und jungen Familien nicht nur eine fundierte Produktberatung durch geschultes Personal, sondern laden als neue Places-to-be zu Workshops und Elterntreffs ein. Flankiert wird der Concept Store mit viel Content rund um Schwangerschaft und Elternsein auf dem Baby Q-Blog, auf Instagram, Pinterest & Co.

Das Gründungsteam

Hinter Baby Q steht ein in der Branche gut vernetztes und erfahrenes Expertenteam. Die Namen der Gründer – Michael Neumann und Oliver Beger – sind geradezu Synonyme für langfristig erfolgreiche Projekte. Baby Q-Geschäftsführer Michael Neumann hat 25 Jahre die Marke Maxi-Cosi zu einer generischen Marke aufgebaut und war zuletzt für Dorel Juvenile als Managing Director Nordeuropa tätig. Oliver Beger ist Gründer und Geschäftsführer der Kinderwagenmarke tfk – Trends for Kids. Er unterstützt Baby Q als Investor. Beger und Neumann sind nicht zuletzt durch ihre ehrenamtliche Arbeit in der Leitung des Bundesverbands Deutscher Kinderausstattung e. V. (BDKH) in der Branche bekannt.

Sortiment und Zielgruppe

Das Kernsortiment von Baby Q umfasst die klassische Hartware: Kinderwagen, Autokindersitze, Kindermöbel und mehr. „Das Angebot ist wertig, aber nicht nur für die ‚happy few‘, die sich Luxusprodukte leisten können“, betont Geschäftsführer Michael Neumann. „Wir fangen in der Mitte des Marktes an und gehen mit den Markenprodukten in den Premium-Bereich.“ Wertig soll auch die Präsentation sein. So wird für jede Produktkategorie nur eine reduzierte Zahl von Anbietern mit ausgewählten Markenprodukten gezeigt. „Eltern suchen Orientierung statt einer unüberschaubaren Vielfalt. Sie wollen ein Angebot bestmöglicher Produkte für ihr Kind ohne mühsam nach Inhaltsstoffen, Testurteilen und Normen zu recherchieren. Familien wollen ihre Zeit lieber mit ihren Kindern verbringen. Deshalb heißt unser Claim ‚Time for little Wonders‘“.

Gute Argumente für einen Wandel

Warum das Konzept von Baby Q gerade jetzt eine gute Idee ist, liegt für Michael Neumann auf der Hand: „Die Vertikalisierung ihres Geschäftsmodells strategisch zu entwickeln, wird mittelfristig einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren für Premium-Herstellermarken sein. Der deutsche Markt wird schon heute von wenigen großen Playern bei der Babyausstattung dominiert, die zudem das Thema Eigenmarke massiv vorantreiben. Die Margen für die Hersteller sind gering, die Preise verfallen im Zuge von Rabattschlachten. Auf der Fläche stattzufinden wird für Marken immer teurer. Bei Baby Q kann der Hersteller zudem zu 100 Prozent sicher sein, dass der Kunde eine erstklassige Beratung zu seinem Produkt erhält – schließlich sind wir sozusagen der verlängerte Arm unserer Marken.“

Im modern konzipierten Ladenlokal von Baby Q erreichen die Markenpartner Schwangere und junge Familien und nutzen zudem die digitale Verlängerung zur eCommerce-Plattform. „Der Einstieg in eine solche Omnichannel-Strategie lohnt sich. Der Hersteller behält die Preishoheit und macht bei jedem Einkauf den Umsatz direkt mit dem Käufer“, beschreibt Michael Neumann das Geschäftsmodell. „Unsere Partner erzielen höhere Margen und sammeln zudem wertvolle Kundendaten.“ Guido Schmidt. Head of Marketing & Digital Commerce Central Europe beim neuen Baby Q-Markenpartner Bugaboo ergänzt: „Das Baby Q Premium Store Concept schafft einerseits ein anspruchsvolles Marken- und Produkterlebnis und stellt anderseits die optimale Verzahnung von online und offline sicher.”

Das Ladenlokal

Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie hat sich das Konsumentenverhalten noch einmal verändert. Nach Lockdown und Dauer-Homeoffice werden vermehrt Kauferlebnisse vor Ort gesucht, mit einem hohen Anspruch an die Produkte, die Beratung und das Ambiente. „Wir werden einen Store schaffen, in dem man sich wohlfühlt und viele Services erwarten kann“, verspricht Neumann. Geplant sind modular aufgebaute Verkaufsflächen für einzelne Produktgruppen und Beratungsbereiche mit Displays für eine 360 Grad-Verzahnung von analogem und digitalem Einkauf. Dazu eine Café-Ecke und eine Spielfläche mit Rauminstallationen für Kinder, kleine Sitz-, Rückzugs- und Stillräume mit beruhigenden Naturszenen und -geräuschen. In jedem Store gibt es zudem einen Multifunktionsraum, in dem die Markenpartner, aber auch Hebammen, Yogalehrer oder Ernährungsberaterinnen kostenfreie Veranstaltungen anbieten. Das zu Markenbotschaftern geschulte Personal bietet eine hochwertige und sozial-kompetente Beratung und Produktdemonstrationen. „Wir liefern den Einkauf außerdem nach Hause und unterstützen bei Ein- und Aufbau.“

Die Markenpartner

Hersteller, die ihre Produkte als Premium-Partner bei Baby Q präsentieren, übernehmen kein unternehmerisches Risiko oder Kosten für Personal, Lager, Mietvertrag oder Marketing. Der finanzielle Aufwand für den Hersteller bleibt entsprechend seiner vertraglichen Konditionen konstant. Hier hat der Markenpartner die Wahl zwischen einem monatlichen „All-In“-Markenbeitrag und einem reduzierten Markenbeitrag, der Baby Q eine Umsatzbeteiligung erlaubt.

„Der Markenbeitrag finanziert sich praktisch über die höhere Marge, die die Markenpartner erzielen und über die zahlreichen zusätzlichen Mehrwerte, die wir für sie generieren“,

so Michael Neumann. Das Team von Baby Q setzt bei seinen Markenpartnern einen Best-in-Class-Service voraus. Produktlieferung und After-Sales-Services für den Kunden sollten den höchstmöglichen Standards entsprechen. Produktschulungen und Markentrainings für das Baby Q Verkaufspersonal erfolgen durch den Hersteller. Erwünscht ist zudem eine Kooperation bei den Marketingaktionen.

„Baby Q ist ein Konzept, das auf vielfältige Weise in die Marken unserer Partner einzahlt, es geht weit über den Verkauf von Produkten hinaus. Wir verstehen uns als Botschafter und verlängerter Arm unserer Markenpartner. Unsere Aktivitäten unterstützen die Markenbekanntheit, Markenbildung, generieren Reichweite und vieles mehr“,

bestätigt Baby Q Mitbegründer Oliver Beger.

Muss sich der klassische Handel nun vor dem Baby Q Konzept fürchten? Geschäftsführer Neumann betrachtet seinen Concept Store nicht als Konkurrenz:

„Nein, Baby Q stärkt die Marken unserer Partner und stimuliert ihre Nachfrage, davon profitiert letztendlich der gesamte Handel. Auch, was Preis- und Margenstabilität anbelangt. Und in vielen Fällen wird ein Besuch bei Baby Q sogar Käufe bei anderen Händlern vorbereiten.“