Image Image Image Image Image Image Image Image Image Image
Nach oben scrollen

Oben

Keine Kommentare

70 Jahre Spielwarenmesse

Im Gespräch mit Ernst Kick, Vorstandsvorsitzender der Spielwarenmesse eG

70 Jahre Spielwarenmesse – das ist ein Jubiläum, das gefeiert werden muss. Was sind in Ihren Augen die größten Erfolge und die größten Fehler der Spielwarenmesse gewesen?

Seit 70 Jahren besteht die Spielwarenmesse mehr als erfolgreich am Markt. Wir haben uns über die Jahre als Weltleitmesse positioniert und sind natürlich stolz die entsprechende Anerkennung der Branche zu erhalten. Auf jede Messe arbeitet unser Team eineinhalb Jahre hin und bringt sein kompetentes Know-how ein. Es liegt aber in der Natur eines dynamischen Messeprogramms, dass nicht jedes Konzept aufgeht. Beispielsweise hatten wir einen Spielwaren-Kongress angeboten, der vom Handel nicht ausreichend honoriert wurde. 

Zusammenhalt, Partnerschaftlichkeit, Vertrauen, Fairness und Verantwortung sind die Werte Ihrer Genossenschaft. Was bedeutet das für Sie im Daily Business?

Die Spielwarenmesse eG wurde vor 70 Jahren als Genossenschaft gegründet und diese Gesellschaftsform hat sich für uns bis heute bestens bewährt, auch wenn wir damit ein Exot im Messewesen sind. Wir haben den großen Vorteil, dass unsere Aussteller Mitglieder unserer Genossenschaft sind. Damit gestalten wir zusammen mit unseren Marktpartnern aktiv das Messegeschehen. Denn schließlich arbeiten wir jährlich gemeinsam auf ein Ziel hin – die qualitativ hochwertigste Spielwarenmesse zu organisieren.

Seit 2010 eröffneten Sie alle drei Jahre eine Dependance im Ausland. Welche Dependance wird 2019 gegründet?

Der Drei-Jahresrhythmus ist reiner Zufall. In erster Linie konzentrieren wir uns auf die Marktchancen in den „Emerging Markets“. Hier wollen wir unseren Mitgliedern und Kunden neue Kontakte erschließen. Aktuell ist allerdings Konsolidierung angesagt. Eine Neugründung steht momentan nicht auf dem Plan.

Warum haben Sie diese Tochtergesellschaften gegründet und wie feiern diese das 70-jährige Jubiläum?

Andere Länder, andere Sitten – dieser Satz gilt auch für Geschäftspartner rund um den Globus. Um Aussteller auf internationalem Terrain bestmöglich zu beraten, setzen wir auf ein professionelles Team vor Ort, das die Eigenheiten des Landes kennt und bestmöglich unsere Kunden für unsere Dienstleistungen beraten kann. Selbstverständlich feiern die Mitarbeiter unserer Tochtergesellschaften in Nürnberg mit uns gemeinsam das Jubiläum.

Die Spielwarenmesse ist nicht nur die wichtigste Internationale Leitmesse, sondern auch eine bekannte Marke. Was sind Ihre Ziele für diese Marke?

Seit 2013 ist der Begriff „Spielwarenmesse“ als Wortmarke eingetragen, was uns besonders stolz macht und unsere Einzigartigkeit unterstreicht. Unser Ziel ist es, dieses Alleinstellungsmerkmal in Kommunikation und Marketing bewusst zu nutzen, um uns im Wettbewerb von anderen Veranstaltern abzuheben.

Sie sind ein zahlenorientierter Geschäftsmann – trotzdem schaffen Sie es einer Vielzahl an internationalen Branchen-Experten in Nürnberg eine Art Zuhause zu geben. In den letzten 70 Jahren wurden aus vielen beruflichen Bekanntschaften feste Freundschaften. Wie schaffen Sie den Spagat zwischen Emotionalität und Umsatzerwartungen?

Wir sind ein verlässlicher Partner der Spielwarenbranche. Verlässlichkeit schafft Vertrauen. Und das ist wiederum die Basis für eine konstruktive und kooperative Zusammenarbeit.

Wenn Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen – denken Sie, dass es die Spielwarenmesse in weiteren 70 Jahren noch geben wird? Und wie wird sie dann aussehen?

Natürlich wird es die Spielwarenmesse auch in 70 Jahren noch geben. Sicher ist: Menschen werden immer spielen. Die Spielwarenmesse muss sich auch in der Zukunft den Marktgegebenheiten anpassen. Wie das genau aussehen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar.

Vielen Dank für das Gespräch!

Ernst Kick, Vorstandsvorsitzender Spielwarenmesse eG

 

 

Kommentar schreiben