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65 Jahre BRAVO – wenig Print, viel digital

65 Jahre BRAVO – wenig Print, viel digital
E. Stemmer

Starschnitte, Foto-Love-Stories und natürlich ganz besonders Dr. Sommer: Für Generationen von deutschen jugendlichen war ihr Heranwachsen eng mit der BRAVO verbunden.

Statista, die Datenanalysten aus Hamburg haben sich die Verkaufszahlen der letzten 65 Jahre angeschaut – wir beziehen uns in diesem Bericht auf die Analyse des Datenjournalisten René Bocksch, der wie folgt schreibt:

„Seit 65 Jahren ziert die Jugendzeitschrift bereits die Zeitschriftenregale der Bundesrepublik. Das seit 1956 erscheinende Magazin brachte es im Jahr 1979 auf eine Druckauflage von über 1,8 Millionen Exemplaren, noch Ende der 90er Jahre wurden bis zu über einer Millionen Hefte wöchentlich verkauft. Heute dagegen ist das frühere Zentralorgan des deutschen Teenagers nur noch ein Schatten seiner selbst.

Im zweiten Quartal 2021 belief sich die verkaufte Auflage laut IVW auf 82.318 Stück. Auf Grund der Auflagenentwicklung und der damit schrumpfenden Einnahmen wurde der Zeitschrift ein Sparkurs verordnet, dem 2014 auch die langjährige Leiterin des Dr. Sommer-Teams zum Opfer fiel. 2015 wurde die Erscheinungsweise auf zweiwöchentlich umgestellt und 2020 schlussendlich auf monatlich reduziert.

Die BRAVO widmet sich mittlerweile mehr dem Online-Geschäft. Die Verlagerung ins Internet war für das Magazin notwendig, denn laut eigener Analyse besitzen 91-99 Prozent ihrer Kernzielgruppe heute ein Smartphone – nur die wenigsten würden sich noch Zeitschriften am Kiosk kaufen. Auf Instagram hat die BRAVO nach Angaben des Verlags mehr als 579 000 Follower, auf TikTok mehr als 270 000.

Auch wenn sich die Ära der BRAVO in Papierform langsam dem Ende nähert, so wird die Marke auch weiterhin bestehen bleiben und auch kommende Generationen mit ihr aufwachsen.“